15:49 26 Juni 2019
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    „Als ich mit Kohl und Genscher in Moskau war …“ – AfD-Außenpolitiker Hampel EXKLUSIV

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    Alexander Boos
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    Einmal um die Welt: Armin-Paul Hampel, außenpolitischer Sprecher der AfD im Bundestag, spricht im Sputnik-Studio-Gespräch über aktuelle Weltpolitik. Er erklärt, woran die EU krankt, was Deutschland und Russland verbindet, wie Berlin von US-Präsident Trump lernen kann und warum er der deutschen Außenpolitik „ein schlechtes Zeugnis“ ausstellt.

    Der Politiker, Journalist und Filmautor Armin-Paul Hampel arbeitete früher als Studio-Chef und Auslandskorrespondent für diverse Fernsehsender wie ARD oder RTL.

    „Ich war lange als Studio-Leiter in Asien eingesetzt“, blickte er im Sputnik-Studiointerview zurück. „Fernab in Indien habe ich damals die Diskussion um die Maastricht-Kriterien 2007, 2008 mitbekommen. Ich war erschüttert.“ Diese Kriterien sollten einst die Stabilität des Euro sichern und wurden damals aufgeweicht.

    Sein politischer Instinkt erwachte, 2013 trat er der neugegründeten AfD bei. In Niedersachsen war er bis 2018 Landes-Chef der dortigen AfD. Seit 2017 sitzt er als Abgeordneter seiner Partei und außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag. Die bundesdeutsche Außenpolitik der Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Heiko Maas (SPD) kritisiert er nun aus der Opposition heraus.

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    „Wir kritisieren, dass Berlin der reale Blick fehlt. Der Blick auf die Realpolitik im deutschen Interesse. Mich erinnert die heutige Situation an die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, als alle das Pulverfass in seiner Dimension nicht erkannt haben.“ Dies habe er schon oft im Auswärtigen Ausschuss im Bundestag deutlich angesprochen.

    Die Nato sei trotz aller Kritiken „das erfolgreichste Verteidigungsbündnis, das wir je hatten.“ Auch könne sich die Bundesregierung in Berlin durchaus etwas von der Wirtschaftspolitik unter US-Präsident Donald Trump abschauen.

    Mit Blick auf Russland erinnerte der AfD-Außenpolitiker an persönliche Anekdoten, als er als Journalist mit ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) und ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) nach Moskau flog. Außerdem warb er für die Möglichkeit eines neuen KSZE-Prozesses, um die deutsch-russischen bzw. europäisch-russischen Beziehungen zu erneuern und zu stärken.

    Die Europäische Union (EU) sollte sich ihm zufolge auf ein „Europa der Nationen“ beschränken und „keine Gleichmacherei“ betreiben. Trotz aller Kritik habe der europäische Zusammenschluss dennoch den Frieden auf dem Kontinent gewahrt.

    >>>Andere Artikel von Alexander Boos: Für eine „Menschliche Welt“ ohne Nato-Aggression – VIDEO<<<

    Die „furchtbare Erfahrung“ des Zweite Weltkrieges sei – und zwar für alle Länder einschließlich Russland – richtungsweisend. „Der Krieg hatte damals den Einfluss, die Macht und Gestaltungskraft Europas quasi vernichtet. Das hatte uns allen geschadet. Deshalb müssen wir uns heute schwören: Wir können in der EU alles machen, die Länder können miteinander in Konkurrenz stehen, aber wir wollen nie wieder die Waffen gegeneinander erheben.“

    Tags:
    Waffen, Konkurrenz, Zweiter Weltkrieg, Erfahrung, CDU, Helmut Kohl, Heiko Maas, SPD, Donald Trump, Außenpolitik, EU, Russland, AfD, Armin Paul Hampel, Deutschland
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