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    Kampfjet des Typs Su-57

    Export von russischen Su-57-Kampfjets vorerst verschoben – Grund genannt

    © Sputnik / Alexej Kudenko
    Politik
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    Das russische Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug der fünften Generation Su-57 wird laut dem russischen Vize-Premier Juri Borissow vorläufig nicht zum Export angeboten. Als Grund wird die Absicht genannt, dem gut verkauften Kampfjet Su-35 keine Kunden wegzunehmen.

    „Wir halten an der Strategie zur Förderung im Rahmen der militärtechnischen Kooperation fest. Das liegt in unseren Plänen. Wenn die Zeit kommt, werden wir sie (die Su-57 – Anm. d. Red.) voranbringen. Vorläufig wird die Su-35 gut verkauft. Wir sehen keinen Sinn, den eigenen Markt zu untergraben. Wenn die Notwendigkeit entsteht, haben wir immer eine Trumpfkarte“, sagte Borissow am Montag gegenüber russischen Medien.

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass alle für den Export der Su-57 nötigen Unterlagen vereinbart worden seien. Als Ort für die Premiere des Jagdflugzeuges wurde die Luftfahrtschau im November in Dubai genannt. Unter potentiellen Käufern der Su-57 seien Algerien, Vietnam, Indien, China und die Türkei.

    Medienberichten zufolge ist Russlands Tarnkappenjet Su-57 startklar für die Serienproduktion. Die erste Serienmaschine, die bereits in einem Flugzeugwerk des Suchoi-Konzerns zusammengebaut werde, soll bis November in den Dienst der russischen Luftwaffe gestellt werden.

    Suchoi Su-57 ist ein in der Entwicklung befindliches russisches Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug. Es erfüllt alle Standards der 5. Kampfjetgeneration. Das Flugzeug ist als Gegenstück zur amerikanischen F-22 entwickelt worden. Bis Anfang 2018 hatte der Suchoi-Konzern zehn Prototypen der Su-57 hergestellt.

    Die genauen technischen Daten der neuen russischen Maschine sind in der Öffentlichkeit unbekannt. Verfügbar sind nur allgemeinere Informationen zu Auslegung und Eigenschaften. Demnach zählt der russische Jet zur Kategorie schwerer Jagdflugzeuge: Die Su-57 ist unwesentlich größer als die F-22, jedoch kompakter als ihr Vorgänger Su-27.

    Bewaffnet ist die Su-57 mit einer 30-mm-Bordkanone (150 Schuss), mit Mittel- und Langstreckenraketen sowie Lenkbomben, die intern in einem Waffenschacht platziert werden. An den Außenlaststationen führt der Jagdbomber Kurzstreckenraketen für den Luft-Luft-Einsatz mit. Die maximale Waffenlast beträgt zehn Tonnen.

    Su-57-Kampfjet (Archiv)
    © Sputnik / Alexej Kudenko

    Das Hauptmerkmal der Su-57 sind ihre Tarnkappeneigenschaften. Damit ist der russische Kampfjet vom Radar schwer zu erfassen. Für moderne Ortungstechnik ist kein Flugzeug der Welt gänzlich unsichtbar, doch ist es den Ingenieuren gelungen, die Radarsignatur der Su-57 zu minimieren – dies vor allem durch die Form des Flugzeuges und eine Spezialbeschichtung. Außerdem wird die Ortbarkeit der Su-57 durch den Einsatz bordeigener EloKa-Systeme reduziert.

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    Grund, Juri Borissow, Verschiebung, Export, Su-35, Su-57, Russland