16:46 26 Juni 2019
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    Folgen des bewaffneten Konflikts im Gebiet Donezk

    Trotz zunehmend friedlicher Welt: Konflikte verschlingen Billionen Dollar - Studie

    © REUTERS / Alexander Emochenko
    Politik
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    Eine neue Studie einer internationalen Denkfabrik in London kommt zu dem Ergebnis, dass viele Konflikte zurückgehen und die Welt damit „friedlicher und stabiler“ ist. Vor allem die früheren Konfliktherde Syrien, die Ukraine und der Irak verzeichnen einen positiven Trend. Die Türkei rutscht im „Global Peace Index“ ab.

    Laut einer aktuellen Studie der Denkfabrik „IEP“ (Institute for Economics & Peace), die in London veröffentlicht wurde, ist die Welt in den vergangenen sechs Jahren „etwas friedlicher“ geworden. Die Studie hat dazu viele Länder der Erde und deren Konflikte untersucht. Das melden mehrere Medien am Mittwoch, darunter die Nachrichtenagentur DPA und das ZDF.

    Trotz aller Gewalt und Konflikte sei die Welt erstmals seit 2013 „etwas friedlicher geworden“. Das gehe aus dem neuen Global Peace Index hervor. „Die Studie der Denkfabrik IEP bewertet jedes Jahr die Lage in mehr als 160 Ländern der Welt.“ Dabei sei das bereits seit Jahrzehnten mit Krieg und Bürgerkrieg gebeutelte Land Afghanistan weltweit der „Staat mit dem geringstem Maß an Frieden“. Damit habe das Land den vorherigen unsicheren „Spitzenreiter“ Syrien abgelöst. Dort habe sich die Lage sicherheitspolitisch deutlich verbessert. Auch im Irak und in der Ukraine habe sich die Situation merkbar entspannt, so die Autoren der Studie.

    In Nicaragua, der Türkei und im Jemen sei die Sicherheitslage allerdings schlechter geworden. In der Türkei haben allein die letzten Kommunalwahlen die innenpolitische Zerrissenheit des Landes gezeigt.

    „Ein Konflikt im oder mit dem Iran hätte erhebliche Auswirkungen auf die Länder in der Region“, so IEP-Gründer Steve Killelea. Der Studie zufolge stabilisierte sich die Situation im vergangenen Jahr vor allem in der Ukraine, in Syrien und im Irak.

    Die Kriterien der IEP-Studie seien dabei beispielsweise Krieg, Terrorismus, Polizeigewalt und Waffenexporte. Von einem Trend wolle Killelea aber noch nicht sprechen. Vieles komme darauf an, wie sich die Situation im Nahen Osten entwickle.

    „Europa ist nach wie vor die friedlichste Region der Welt, im vergangenen Jahr trug dazu vor allem ein Rückgang an Terroranschlägen bei. Auch die Zahl der Menschen, die als Flüchtlinge Schutz in Europa suchten, ging zurück. Die Kosten von Gewalt bezifferte das Institut im Jahr 2018 weltweit auf 14,1 Billionen US-Dollar (umgerechnet rund 12,5 Billionen Euro).“

    abo

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    Tags:
    Studie, Forschung, Kriegsgefahr, Eskalation, Türkei, Irak, Militärkonflikt, Konflikte, Syrien, Ukraine