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05:34 14 Oktober 2019
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    Herstellung von Stahldrahtkäfigen für die Gaspipeline „Nord Stream 2“

    US-Regierung attackiert Nord Stream 2: „Wir haben riesige Mengen an Flüssiggas”

    © Foto: Nord Stream 2/Axel Schmidt
    Politik
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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (55)
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    Die US-Regierung erwägt neue Sanktionen, um den Bau der geplanten Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zu verhindern. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch mit.

    „Das ist etwas, das ich mir angeschaut habe und worüber ich nachdenke”, sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda im Weißen Haus. Das Problem sei für die USA, dass ein Großteil der Energie aus Russland stamme.

    „Daher schützen wir Deutschland vor Russland”, meinte Trump.

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    Dieser Schutz soll so aussehen, dass Deutschland das teuerere LNG-Gas aus den USA einkaufen solle.

    Russland erhalte nämlich „Milliarden Dollar aus Deutschland”. Dies müsse geändert werden, da es „etwas viel Besseres” gebe, sagte er.

    „Wir haben riesige Mengen an Flüssiggas”, so Trump.

    Wer sich dennoch für das Pipeline-Projekt einsetze, werde eben mit Sanktionen belegt, so die US-Logik und Argumentation.

    Ölförderung im Schiefervorkommen Bakken in North Dakota (Archiv)
    © AFP 2019 / Getty Images/Andrew Burton

    US-Energieminister Rick Perry hatte in diesem Zusammenhang bereits im Mai angekündigt, „in nicht allzu ferner Zukunft” ein Gesetz vorzulegen, das Strafen gegen die an Nord Stream 2 beteiligten Unternehmen vorsehen werde.

    Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an dem Projekt geübt. Ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr von russischen Energielieferungen abhängig.

    Als Alternative wirbt Trump daher für amerikanisches Flüssiggas (LNG), das allerdings viel teuerer ist.

    Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Finanziert wird es zur Hälfte vom russischen Staatskonzern Gazprom. Die andere Hälfte bezahlen fünf europäische Energieunternehmen: die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie.

    >>>Mehr zum Thema: Noch viele Fragen offen: Geht Nord Stream 2 noch dieses Jahr in Betrieb?<<<

    Deutsche Regierungsvertreter wollen entgegen dem amerikanischen Druck am Nord Stream 2-Projekt festhalten. Die Bundesregierung hatte wiederholt mitgeteilt, dass es sich hierbei um ein rein wirtschaftliches Projekt handelt, dass die Energiesicherheit Deutschlands und Europas erhöhen werde.

    Auch Moskau stellte wiederholt klar, dass das Projekt nur wirtschaftliche Interessen pflege und gegen kein anderes Land gerichtet sei.

    SB/ng/Reuters

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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (55)
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    Donald Trump, Wirtschaftssanktionen, Russland-Sanktionen, US-Sanktionen, Sanktionen, Deutschland, Russland, USA, Polen, Gazprom, Pipeline-Projekt Nord Stream 2, Nord Stream AG, Nord Stream 2, Nord Stream