09:21 22 Oktober 2020
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    Stephan Weil, der Ministerpräsident von Niedersachsen, hat sich gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ für die Lockerung der Russland-Sanktionen ausgesprochen.

    „Mit jedem Jahr wird deutlicher, dass die Sanktionen keinen politischen Vorteil bringen, dafür aber wirtschaftliche Nachteile für beide Seiten“, so Weil. Die internationale Politik müsse auch Realpolitik sein, äußerte er im Hinblick auf die Sanktionen nach dem Beitritt der Halbinsel Krim zu Russland.

    „Was wir jetzt erleben, bringt nichts außer Schaden“, fügte Weil hinzu.

    Als Beispiel dafür führte er an, dass die Strafmaßnahmen zu deutschen Verlusten auf dem russischen Markt führten, „weil ihn andere unter sich aufgeteilt“ hätten.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Besuch bei Putin: Sachsens Ministerpräsident in Kritik – AKK weist dessen Forderung zurück<<<

    Vorige Woche war der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer für eine Beendigung der Sanktionen gegen Russland eingetreten. Gleichzeitig hat er eine Normalisierung der Beziehungen zu Moskau gefordert.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

    Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

    ak

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    Tags:
    Politik, Niedersachsen, Deutschland, Sanktionen, Russland, Stephan Weil