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08:48 22 August 2019
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    Serbische Flagge in Mitrovica, Kosovo

    Serbien bereit, Armee in Kosovo zu entsenden, wenn... – Außenminister Dacic

    © AP Photo / Visar Kryeziu
    Politik
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    Serbien ist bereit, seine Truppen in den Kosovo zu entsenden, sollten die internationalen Kräfte die Sicherheit der serbischen Bevölkerung in der teilweise anerkannten Republik nicht gewähren können. Das erklärte Serbiens erster Vize-Premier und Außenminister Ivica Dacic gegenüber der russischen Zeitung „Iswestija“.

    Die Albaner verüben dem Politiker zufolge Provokationen in der Region, um die Serben aus dem Norden des Kosovos zu vertreiben. Die albanische Seite im Kosovo wolle „keinen Vertrag und provoziert ständig Zwischenfälle, um die Aushandlung des Kompromisses zu verhindern“, zitiert die Online-Ausgabe des Blattes den Politiker.

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    „Ihr Ziel (der Kosovaren – Anm. d. Red.) ist die Einschüchterung der Serben, damit sie den Norden des Kosovos verlassen“, so Dacic.

    Die internationale Sicherheitspräsenz im Kosovo (KFOR) sei zum Schutz der Serben verpflichtet. Falls nötig sei Belgrad bereit, seine Truppen auf das kosovarische Territorium zu schicken.

    „Falls die internationale Gemeinschaft nicht auf die in der UN-Resolution vorgesehene Weise reagiert, falls gegen Serben Pogrome verübt werden, falls sie angegriffen werden, dann ist Belgrad zu einer Reaktion gezwungen, und Serbien ist dazu bereit“, so Dacic.

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    Er hoffe, dass ein Einsatz nicht nötig sein würde und Serbien Russland nicht um Hilfe würde bitten müssen. Belgrad danke Russland für die politische Unterstützung in den Fragen des Kosovos und der Metohija (im offiziellen Sprachgebrauch Serbiens die Bezeichnung für den westlichen Teil des Kosovos – Anm. d. Red.).

    Der Kosovo-Konflikt

    1999 hatte die bewaffnete Konfrontation der albanischen Separatisten von der paramilitärischen „Befreiungsarmee des Kosovos“ einerseits und der jugoslawischen Armee wie Polizei andererseits Nato-Bombenangriffe auf Jugoslawien zur Folge gehabt. Die Nato-Luftschläge dauerten vom 24. März bis zum 10. Juni 1999 an. Die genaue Opferzahl dieser Operation ist bis heute nicht bekannt. Nach Angaben der serbischen Behörden kamen dabei etwa 2500 Menschen ums Leben, darunter 89 Kinder. Weitere 12.500 Menschen wurden verletzt.

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    Der materielle Schaden des Einsatzes wird auf 30 bis 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Militäreinsatz wurde ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates durchgeführt. Als Anlass dafür galt die Behauptung vieler westlichen und besonders der Nato-Länder, die jugoslawischen Behörden hätten ethnische Säuberungen in der autonomen Provinz Kosovo unternommen und dort eine humanitäre Katastrophe provoziert.

    mo/sna

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    Tags:
    Zivilbevölkerung, Zivilschutz, Zivilisten, Zivilopfer, Einsatz, Truppen, Militärs, Militär, Armee, Ivica Dačić, Nordkosovo, Kosovo, Serbien