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    Löscharbeiten am Öltanker „Front Altair“ im Golf von Oman, 13. Juni 2019

    Ehemaliger Botschafter Murray: „Wie dumm muss man sein, an einen iranischen Angriff zu glauben?“

    © AP Photo / Tasnim News Agency
    Politik
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    Ilona Pfeffer
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    In einem aktuellen Blogbeitrag beschäftigt sich der ehemalige britische Botschafter und Assange-Vertraute Craig Murray mit den US-amerikanischen Anschuldigungen gegen den Iran. Die Vorwürfe seien lächerlich, der Angriff auf die beiden Öltanker eine inszenierte False Flag Attacke, so Murray.

    „Ich kann gar nicht beginnen zu ergründen, wie dumm man sein muss, zu glauben, der Iran würde einen japanischen Öltanker angreifen, wenn zeitgleich der japanische Premierminister in Teheran zu freundlichen, von den USA nicht begrüßten Gesprächen über wirtschaftliche Zusammenarbeit ist, die dem Iran helfen könnten, die Auswirkungen der US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen zu überleben“, so der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan.

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    Die japanische „Kokuka Courageous“ sei oberhalb der Wasserlinie beschädigt worden. Das schließe eine Torpedo-Attacke, wie sie von den Neo-Cons beschworen werde, aus.

    Das zweite Schiff, die „Front Altair“, gehöre Norwegen, die Besatzung bestehe zu 50 Prozent aus Russen (die anderen seien Philippinos). Eigentümer sei „Frontline“, eine Tanker Leasing Gesellschaft, die in ihrer Geschichte dem Iran dabei geholfen habe, trotz der Sanktionen Öl zu verschiffen.

    Es sei der Iran gewesen, der die Besatzungen gerettet und dabei geholfen habe, die beschädigten Schiffe unter Kontrolle zu bringen.

    „Dass der Iran ein japanisches Schiff und ein Schiff mit russischer Besatzung angreifen würde, ist eine lächerliche Behauptung. Sie wären aber sehr wohl Ziele für eine False Flag Attacke der Verbündeten der USA in der Region – der Saudis, ihrer Kollegen aus der Golf-Kooperation und Israels. Bemerkenswert ist, dass John Bolton vor zwei Wochen Minister der Vereinten Arabischen Emirate getroffen hat – beide Schiffe hatten gerade erst die Emirate verlassen“, so Murray.

    „Die USA und ihre britischen Handlanger haben sofort angefangen, den Iran zu beschuldigen. Die Medien verstärken dies noch, ohne den angebrachten Skeptizismus. Ich kann mir keinen Grund vorstellen, dieser False Flag Attacke zu glauben. Festzuhalten ist zudem, dass weder Norwegen, noch Japan in diese lächerlichen Schuldzuweisungen eingestimmt haben.“

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    Tags:
    US-Sanktionen, Sanktionen, Wirtschaftssanktionen, Anschuldigungen, Spannungen, Meinung, Botschafter, Attacke, Japan, Russland, Golf von Oman, Vorwürfe, Craig Murray, Angriffe, Angriff, USA, Öltanker, Iran