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    Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl (Archiv)

    Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer: Österreicher und Russen sind Seelenverwandte

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    Bereits seit Wochen steht Österreich im Fokus der Aufmerksamkeit. Zuerst Ibiza-Gate, dann die Regierungskrise, das Misstrauensvotum und im Endeffekt eine Übergangsregierung. Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer, ist aber sicher: Das politische Erdbeben wird die österreichisch-russische Zusammenarbeit nicht beeinträchtigen.

    „Der Sotschi-Dialog: Russland und Österreich“, so hieß eine der ersten Diskussionen des Internationalen Wirtschaftsforums Forums in Sankt Petersburg. An der Diskussion nahm der österreichische Politiker, Unternehmer und ehemalige Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, teil. „Man soll über die Menschen Beziehungen schließen. Die Regierungen können Verträge abschließen, aber die Basis sind immer die Beziehungen zwischen den Menschen, die in Frieden, Stabilität und Freundschaft leben wollen“.

    ​​Österreicher und Russen seien Seelenverwandte, sie würden sich mögen, sich im Herzen verstehen. Und daher habe man in der Abstimmung mit Präsident Putin und Bundespräsident Van der Bellen einen Dialog der Zivilgesellschaften ins Leben gerufen, mit den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport, um die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu intensivieren, äußerte der langjährige Wirtschaftskammerpräsident.

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    Die Menschen müssten einander begegnen, und ein wichtiges Teil der Zusammenarbeit sei der Jugendaustauch. „Die jungen Menschen aus Österreich sollen Russland durch persönliche Begegnungen erleben und umgekehrt – die jungen Russen sollen nach Österreich im Rahmen dieses Dialogs kommen. Deshalb sollen neben Sotschi unsere Treffen auch in Salzburg stattfinden. Wenn sich die jungen Menschen gut verstehen, dann bin ich der Zukunft Europas sicher“, sagte Leitl im Gespräch mit Sputnik.

    Sotschi-Dialog soll auch nach den neuen Wahlen in Österreich weitergehen

    In Bezug auf die aktuelle Regierungskrise in Österreich versicherte Christoph Leitl, dass der österreichisch-russische Sotschi-Dialog davon ganz unabhängig sei. „Die letzte Entscheidung der nun ehemaligen Regierung war, dass ich der Ko-Vorsitzende dieses Dialogs bin. Damit läuft das. Es besteht überhaupt keine Gefahr, ich bin sicher, dass der Dialog nach den neuen Wahlen auch gut weitergehen wird“.

    Auf russischer Seite ist der ehemalige Bildungsminister und Präsidentenberater Andrej Fursenko für den Dialog verantwortlich. Wie sein österreichischer Kollege, ist auch er sicher, dass der Dialog auch nach den neuen Wahlen in Österreich gut weitergeht. „Die Frage, welchen Einfluss die politische Krise auf unser Forum ausübt, ist inkorrekt. Die richtige Frage wäre, welchen Einfluss der Dialog auf die politische Situation ausüben kann und soll. Es gibt immer und überall Probleme, aber unabhängig davon muss der Dialog weitergehen“, sagte der Politiker gegenüber Sputnik.

    Miteinander sprechen statt gegeneinander schweigen

    Die neue Plattform „Sotschi-Dialog“ solle dem konstruktiven Dialog dienen, wie die bereits existierenden Dialogplattformen: Der russisch-deutsche Petersburger Dialog und der russisch-französische Trianon-Dialog. „Ich freue mich sehr darauf, da die Beziehungen zwischen Russland und Österreich traditionell gut sind – sehr gut würde ich sagen – und eine lange Geschichte haben. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um die Beziehungen weiter zu vertiefen“, äußerte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in einem Interview im Vorfeld des ersten Treffens in Sotschi. „In der österreichischen Sprache gibt es einen Ausdruck: „Durchs Reden kommen die Leute zusammen“. Das heißt, miteinander zu sprechen ist immer besser als gegeneinander zu schweigen“, so der Bundespräsident Van der Bellen.

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    Tags:
    Alexander van der Bellen, Geschichte, Probleme, Einfluss, Wahlen, Regierungskrise, Sputnik, Europa, Zukunft, Salzburg, Sotschi, Zusammenarbeit, Sport, Kultur, Wissenschaft, Wladimir Putin, Putin, Freundschaft, Stabilität, Frieden, Verträge, Beziehungen, Menschen, Unternehmer, Politiker, Diskussionen, Dialog, Aufmerksamkeit, Ibiza, EU, EU, Wirtschaft, Christoph Leitl, Misstrauensvotum, Russen, Österreicher, Russland, Österreich