02:57 22 Januar 2020
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    Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, hat dem venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro vorgeworfen, im Mai mit Russland angeblich einen Verteidigungsvertrag für Hundertmillionen Dollar geschlossen zu haben.

    „Maduro hat die Ressourcen Venezuelas durchaus schlecht verwaltet. Im Mai, während Hunderttausende von Venezolanern hungerten, bezahlte Maduro Russland 209 Millionen US-Dollar für einen Verteidigungsvertrag, um seine dauerhafte Unterstützung zu kaufen“, schrieb er.

    Dabei nannte Bolton keine Details des angeblichen Vertrags, unter anderem auch keine Fristen.

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    Am 23. Januar dieses Jahres hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaido, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaido umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

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    Russlands Botschafter: Boltons Äuserung ist eine Erfindung

    Der russische Botschafter in Venezuela Wladimir Sajemski bezeichnete die Äußerung von Bolton als Erfindung. Diese ziele darauf ab, „die Illusion aufrechtzuerhalten, dass Venezuela angeblich gefährlich ist, und dass Russland selbstverständlich schuld daran ist“, äußerte er.

    Zudem erinnerte Sajemski an eine der jüngsten Äußerungen des russischen Staatschefs Wladimir Putin bei seinem Treffen mit Chefs der führenden Nachrichtenagenturen im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Russland habe zwar offiziell Waffen an Venezuela verkauft, sagte Putin. In der letzten Zeit seien jedoch keine neuen Verträge geschlossen worden.

    asch/sna

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    Tags:
    Russland, Vertrag, Venezuela, USA