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04:08 24 Juli 2019
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    Blick auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz (Symbolbild)

    Kein AfD-Oberbürgermeister in Görlitz: CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl

    CC BY-SA 3.0 / Goerlitzinformation/Europastadt Goerlitz GmbH / Görlitz, Peterskirche
    Politik
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    Im sächsischen Görlitz hat am Sonntag der CDU-Politiker Octavian Ursu die Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters gewonnen und sich damit gegen den AfD-Kandidaten Sebastian Wippel durchgesetzt. Wippel hatte die erste Wahlrunde Ende Mai für sich entschieden.

    Ursu kam nach dem vorläufigen Endergebnis auf 55,1 Prozent der Stimmen – Wippel holte dagegen 44,9 Prozent.

    In der ersten Runde am 26. Mai war der CDU-Politiker seinem AfD-Herausforderer jedoch mit 30,3 Prozent unterlegen: Wippel kam damals auf 36,4 Prozent der Stimmen.

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    Die beiden ebenfalls unterlegenen Kandidatinnen Franziska Schubert von den Grünen (27,9) und Jana Lübeck von den Linken (5,5) hatten danach auf die Stichwahl verzichtet, um ein AfD-Stadtoberhaupt zu verhindern.

    Die heutige Wahlbeteiligung lag mit 56 Prozent 2,6 Prozentpunkte unter der vom ersten Wahlgang im Mai. 

    Die Stadt an der Grenze zu Polen wird manchmal auch „Görliwood“ genannt, weil dort mehrmals Hollywood-Filme gedreht worden sind. Nach dem ersten Wahlgang, bei dem ein AfD-Politiker gewann, richteten sich Schauspieler und Künstler an die Görlitzer mit der Bitte, seinen Sieg zu verhindern. Zu den Erstunterzeichnern gehören die Oscar-Preisträger Stephen Daldry und Brigitte Broch sowie der Autor Bernhard Schlink („Der Vorleser“). 

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    Die AfD reagierte auf den Brief gereizt und sprach von „Bevormundung“. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla aus dem Wahlkreis Görlitz kommentierte die Aktion auf Twitter mit: „Bevormundung, nein danke! (...) Die Görlitzer brauchen keine Wahlempfehlungen ‚internationaler Stars‘ und Sternchen!“

     

     

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    Tags:
    Oberbürgermeister, AfD, Sachsen, Görlitz