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    Indische Sicherheitskräfte (Archivbild)

    Kaschmir-Brandherd: Tote und Verletzte nach Schießerei zwischen indischer Polizei und Terroristen

    © REUTERS / RUPAK DE CHOWDHURI
    Politik
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    Indische Armeetruppen suchen nach Terroristen, die einen Angriff auf Sicherheitskräfte der Republik im nördlichen Bundesstaat Jammu-Kaschmir verübt haben, berichtet der indische Sender NDTV. Bei der letzten Suchoperation kam es zu Opfern.

    Am Montagmorgen fand eine Schießerei zwischen einer Polizei-Patrouille und Terroristen statt. Der Schusswechsel begann, nachdem im Laufe einer mit einem Anschlag im Februar zusammenhängenden Suchoperation eine selbstgemachte Bombe explodierte. Der Einsatz galt der Suche nach Terroristen, die im Zusammenhang zu einem Anschlag stehen sollen, bei dem in derselben Provinz im Februar ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe das Leben von 45 Mitarbeitern der Sicherheitskräfte mit sich riss.

    Bei der Schießerei am Montag wurden zwei Terroristen und ein Polizeioffizier getötet. Zwei seiner Kollegen sind verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie derzeit medizinisch versorgt werden.

    Einer der getöteten Terroristen sei identifiziert worden und soll das mit dem Sprengstoff beladene Fahrzeug im Februar besorgt haben. Der andere Erschossene soll den Selbstmordattentäter mit Waffenkomponenten versorgt haben, so NDTV.

    Im indischen Bundesstaat Jammu-Kaschmir sind Separatisten aktiv. Sie setzen sich für die Unabhängigkeit ein und streben einen Anschluss Kaschmirs an Pakistan an. Die Lage wird auch dadurch erschwert, dass es in der Kaschmir-Region zwischen beiden Ländern keine offiziellen Grenzen gibt. Die an der Grenze stehenden Armeen sind durch eine gemeinsame „Kontrolllinie“ getrennt. Delhi wirft Pakistan die Unterstützung der bewaffneten Separatisten vor. Islamabad weist diese Vorwürfe indes zurück und erklärt, die Bewohner Kaschmirs würden selbständig um ihre Rechte kämpfen.

    Am 14. Februar hatte die extremistische Gruppe Jaish-e-Mohammed einen Anschlag auf indische Sicherheitsorgane verübt. Nach diesem Angriff wird Pakistan von der indischen Seite immer wieder vorgeworfen, terroristische Organisationen zu unterstützen.

    Neu-Delhi warf Islamabad vor, Terroristen beherbergt zu haben, und führte einen Luftangriff gegen ein angebliches Terrorlager auf pakistanischem Gebiet durch. Einen Tag später gab Pakistan bekannt, es habe zwei indische Jets abgeschossen, die die Kontrolllinie in der Region Kaschmir überquert hätten und in den pakistanischen Luftraum eingedrungen sein sollen. Zudem sei ein indischer Pilot gefangen genommen worden. Gleichzeitig verkündete die indische Luftwaffe, eine ihrer MiG-21 „Bison“ hätte während des Konflikts ein pakistanisches Flugzeug F-16 abgeschossen. Islamabad stritt diese Informationen ab.

    Am 1. März ließ Pakistan „als Friedensgeste“ einen indischen Piloten frei und übergab ihn an einem Grenzübergang den indischen Behörden. Im April meldete Pakistan jedoch den Tod von drei Militärs, die angeblich von der indischen Armee in der Konfliktregion Jammu-Kashmir getötet worden seien.

    mg

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    Tags:
    Sprengstoff, Tote und Verletzte, Selbstmordattentäter, Autobombe, Patrouille, Polizei, Schießerei, Opfer, Suchoperation, sicherheitskräfte, Terroristen, Armee, Armee, Indien, Schusswechsel, Kaschmir