04:17 17 November 2019
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    Venezuela: Tonnenweise Gold heimlich nach Uganda geschafft? – WSJ

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    Venezuela soll Anfang März heimlich mindestens 7,4 Tonnen Gold zu einem Marktwert von mehr als 300 Millionen US-Dollar nach Uganda geschafft haben. Dies teilt die US-amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen ausländischen Diplomaten und venezolanische Oppositionelle.

    Ein ugandischer Polizeisprecher habe gesagt, das Gold sei von der venezolanischen Hauptstadt Caracas mit einem russischen Charterflugzeug an den internationalen Flughafen Entebbe in zwei Chargen geliefert worden. Ihm zufolge war auf den Goldbarren teilweise die Markierung der Zentralbank von Venezuela eingraviert.

    Die erste Partie sei am 2. März von einer Boeing 777 der russischen Fluggesellschaft „Nordwind Airlines“ geliefert worden, und die zweite sei zwei Tage später gefolgt, heißt es im Beitrag. Die zweite Charge sei von der ugandischen Polizei beschlagnahmt worden, während die erste an das Affinerie-Unternehmen "African Gold Refinery Ltd." gegangen und anschließend in den Nahen Osten exportiert worden sei.

    Am 21. Januar begannen in Caracas Massenproteste gegen den amtierenden Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro. Der Vorsitzende des Parlaments des Landes, Juan Guaidó, erklärte sich am selben Tag zum Interimsstaatschef für die Zeit einer Übergangsregierung.

    Die USA und eine Reihe anderer Länder erkannten Guaidó an und forderten vom venezolanischen Präsidenten Maduro, dessen Wahl sie als illegitim erachten, keine Gewalthandlungen gegen die Opposition zuzulassen. Maduro verkündete, er sei der konstitutionelle Präsident und nannte das Oberhaupt des oppositionellen Parlaments eine „Marionette der USA“.

    Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

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