17:02 22 November 2019
SNA Radio
    Atomkraftwerk (Symbolbild)

    Mezamor-AKW in Armenien: Türkei wappnet sich gegen möglichen Unfall

    CC0
    Politik
    Zum Kurzlink
    1234
    Abonnieren

    In der türkischen Provinz Iğdır haben Übungen stattgefunden, bei denen Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen eines möglichen Unfalls im armenischen Mezamor-Kernkraftwerk erarbeitet wurden, das sich in der unmittelbaren Nähe der türkischen Grenze befindet. Dies teilt die Nachrichtenagentur Anadolu mit.

    Dabei seien Maßnahmen geübt worden, die darauf abzielen, die Bewohner von acht türkischen Grenzdörfern vor einer möglichen chemischen und biologischen Gefahr sowie vor Strahlenbedrohung zu schützen.

    Gemäß dem Übungsszenario wurden die Bewohner des Dorfes Alidzhan in Iğdır nach dem „Unfall“ im AKW Mezamor in ein Zeltlager evakuiert, das sich auf dem Gelände der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD befand. An der Evakuierung nahmen medizinische Rettungsteams „112“, das türkische Nationale Medizinische Rettungsteam (UMKE) und die Gendarmerie teil.

    Die Türkei und auch Aserbaidschan thematisieren auf internationaler Ebene stets die Gefahren, die angeblich vom AKW Mezamor ausgehen, und fordern dabei dessen Schließung.

    Jedoch sind sich Experten, auch ausländische, einig, dass dieses Kernkraftwerk den modernen Sicherheitsstandards entspricht. Zudem hatten bereits 2016 mit Hilfe Russlands Arbeiten begonnen, die ermöglichen sollen, die Betriebsdauer des Kernkraftwerkes um weitere zehn Jahre zu verlängern.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Neues Atomkraftwerk an Deutschlands Grenze? Polen will AKW bauen – Experte kommentiert

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Mezamor, Übungen, Aserbaidschan, AKW, Armenien, Türkei