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08:18 17 Juli 2019
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    Flughafen auf der Galapagos-Insel San Cristobal (Archiv)

    Ecuador „überlässt“ US-Militär den Flugplatz auf den Galapagos Inseln

    CC BY 2.5 / Iris Diensthuber
    Politik
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    Ecuador soll den USA die Erlaubnis erteilt haben, den Flughafen auf den Galapagos Inseln als militärischen Landeplatz zu nutzen. Dies erzürnte sowohl südamerikanische Kritiker als auch den ehemaligen Präsidenten Ecuadors, da dies verfassungswidrig sei. Die USA streiten solch ein Abkommen ab.

    Die Regierung Ecuadors hat dem Militär der USA offenbar eine Erlaubnis erteilt, die Insel San Cristobal (Galapagos) als militärischen Flug- und Landeplatz zu nutzen. Das berichtet die britische Zeitung „Independent“. Die Benutzung gelte ausschließlich dafür, den Drogenhandel besser überwachen und somit auch bekämpfen zu können, äußerte sich Verteidigungsminister Oswaldo Jarrin.

    Der Verfassung Ecuadors von 2008 zufolge ist es nicht erlaubt, ausländische Militärstützpunkte oder andere ausländische Einrichtungen zum militärischen Gebrauch zu errichten. Es wird ergänzt, dass es genauso verboten ist, nationale militärische Einrichtungen ausländischen Truppen zu überlassen. Jarrin versichert den Kritikern jedoch, dass man nicht von einem Stützpunkt der USA reden könne, da es sich um keinen konstanten Aufenthalt auf den Inseln handle. Auch sagte er, dass Washington alle anfallenden Kosten übernehmen werde.

    Galapagos sei wie ein natürlicher Flugzeugträger für Ecuador, weil es sowohl Beständigkeit als auch eine Möglichkeit zur Wiederauffüllung und Einrichtungen für das Abfangen von Flugzeugen hätte, und das Tausende Kilometer von der Küste Ecuadors entfernt, erklärt Jarrin.

    Kritik von Ex-Präsident: „Kein Flugzeugträger“

    Der ehemalige sozialistisch-demokratische Präsident Rafael Correa kritisiert das Abkommen. Er schrieb auf Twitter an die Adresse Jarrins, dass Galapagos „kein ‚Flugzeugträger’ für die Nutzung von Gringos“ sei und: „Dass er zu solchen Extremen greift, stellt auch zugleich die Regierung dar, die er repräsentiert.“ Der oppositionelle Kongressabgeordnete Carlos Viteri positioniert sich ebenfalls dagegen: „Was von der Regierung über das Verteidigungsministerium vorgeschlagen wird, ist inakzeptabel, und dieser Vorschlag, der das Überlassen von ecuadorianischem Territorium beabsichtigt, sollte verboten werden.“

    Der Pressesprecher des US-Verteidigungsministeriums lehnt ein solches Abkommen ab. Zwar würde die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Ecuador immer positiver werden, doch wurde weder ein Vertrag unterschrieben, noch bestehe die Absicht, ein solches Abkommen formell auszuhandeln.

    (lm)

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    Tags:
    Militärstützpunkt, US-Verteidigungsministerium, Dementi, Abkommen, Südamerika, US-Militär, US-Militär, Kritiker, Flughafen, Galapagos-Inseln, USA, Ecuador