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05:44 22 Juli 2019
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    US-Kampfpilot vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln

    Trump soll Luftschläge gegen Iran freigegeben haben – Medien

    © REUTERS / U.S. Navy / Mass Communication Specialist 3rd Class Amber Smalley / Handout
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump hat nach einem Bericht der „New York Times” zunächst Luftschläge gegen den Iran freigegeben, diese dann aber in der Nacht zum Freitag abrupt gestoppt. Bei der Militäraktion sollte es sich laut Bericht um Vergeltung für den Abschuss einer amerikanischen Aufklärungsdrohne durch den Iran handeln.

    Die Operation sei bereits in ihrem Anfangsstadium gewesen, als sie abgeblasen worden sei, schrieb das Blatt am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten, der nicht namentlich genannt werden wollte. Flugzeuge seien bereits in der Luft und Schiffe in Position gewesen, es sei aber nicht geschossen worden.

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    Weshalb es zu dem Abbruch kam, sei zunächst nicht bekannt. Unklar sei außerdem, ob die Aktion lediglich verschoben wurde. Erwartet worden seien die Luftschläge am Donnerstagabend. Es seien Angriffe auf ausgewählte iranische Ziele geplant gewesen. Die „New York Times” berichtete, dass es am Donnerstag zunächst heftige Diskussionen im Weißen Haus zwischen dem Präsidenten, seinen höchsten Sicherheitsberatern und Kongressspitzen gegeben habe.

    Das Blatt bezieht sich auf Informationen von mehreren hochrangigen Regierungsbeamten, die entweder an den Diskussionen teilnahmen oder darüber informiert wurden. Weder das Weiße Haus noch das Pentagon wollten die Angriffspläne in der „New York Times” kommentierten. Es habe aber keine Bemühungen gegeben, die Veröffentlichung des Artikels zurückzuhalten, hieß es.

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    Zuvor war berichtet worden, dass US-Präsident Donald Trump auf seiner Twitter-Seite auf einen „sehr großen Fehler“ des Iran hingewiesen hatte, nachdem ein US-amerikanisches unbemanntes Fluggerät am frühen Donnerstagmorgen von iranischen Revolutionswächtern abgeschossen worden war. Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) gab an, eine US-Spionagedrohne „Global Hawk” abgeschossen zu haben, die in Kuh-Mobarak in der Provinz Hormozgan (Südiran) in den iranischen Luftraum eingedrungen wäre.

    Das US-Militär wies den Bericht aus Teheran zurück, laut dem die Drohne über iranischem Territorium abgeschossen worden sei. Wie Marine-Hauptmann Bill Urban, ein Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen Zentralkommandos des US-Militärs, erklärte, habe es am Morgen des 20. Juni kein amerikanisches unbemanntes Fluggerät auf iranischem Territorium gegeben.

    ai/dpa

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    Tags:
    Militäraktion, Luftschlag, Donald Trump, Iran, USA