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21:06 18 Oktober 2019
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    NATO-Manöver in Lettland (Archiv)

    Nato-Bericht schätzt Wahrscheinlichkeit von Krieg gegen Russland ein

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    Politik
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    In einem neuen Nato-Bericht, der die Entsendung von US-Truppen in die baltischen Staaten rechtfertigt, hat der estnische Sicherheitsexperte Sven Sakkov die Wahrscheinlichkeit eines Militärkonflikts der Allianz mit Russland eingeschätzt.

    In den letzten zehn Jahren soll Russland demonstriert haben, das es „versucht, die europäische Sicherheitsarchitektur umzustürzen“.

    „Die Wahrscheinlichkeit eines Militärkonflikts zwischen der Nato und Russland ist zwar gering, die Möglichkeit soll aber nicht ausgeschlossen werden“, meint der Autor.

    Zur „Reduzierung der Risiken“ und der Stärkung der Abschreckungsfähigkeiten der Allianz fordert der Bericht die Erweiterung der US-Militärpräsenz in den baltischen Staaten. Es wird aber unterstrichen, dass diese Aufgabe eine Herausforderung sein könnte, weil Russland über weitreichende Fähigkeiten zur Schaffung von Sperrzonen – so genannten A2/AD – im Gebiet Kaliningrad verfüge.

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    Der Autor beklagt die Tatsache, dass amerikanische Militärs in Polen, aber nicht im Baltikum dauerhaft anwesend seien, was er als schädlich für die Nato betrachtet.

    Außerdem wird die Erhöhung der Nato-Ausgaben der baltischen Staaten auf über zwei Prozent des BIP sowie die de facto-Integration der Nichtmitgliedstaaten Schweden und Finnland gefordert.

    Zuvor wurde in den US-Kongress ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Gewährung von Darlehen an die baltischen Staaten für die Beschaffung amerikanischer Rüstung vorsieht. Dies würde nach Ansicht der Gesetzgeber die Abhängigkeit der baltischen Nato-Alliierten von Russland vermindern.

    Auf dem Nato-Gipfel in Warschau hatte die Allianz 2016 beschlossen, in Lettland, Litauen, Estland und Polen auf Bitte dieser Länder multinationale Bataillone auf Grundlage der Rotation zu stationieren. Eine Nato-Kampfbataillon-Gruppe mit 1200 Soldaten aus Großbritannien und Frankreich wurde im April 2017 in der Stadt Tapa disloziert. An der Spitze des internationalen Bataillons steht Großbritannien. Im Januar 2018 war das französische Kontingent durch dänisches Militär ausgewechselt worden.

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    In Moskau wurde dazu erklärt, dass Russland nicht die Absicht habe, irgendein Land der Allianz oder einen anderen Staat anzugreifen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu betonte wiederholt, dass sich angesichts der Hysterie in Polen und im Baltikum die Quantität der Nato-Truppen an den russischen Grenzen um das Siebenfache erhöht habe.

    msch/sb

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    Tags:
    A2/AD, Abschreckung, Russland, Finnland, Schweden, Polen, Baltikum-Länder, Baltikum, US-Militär, USA, NATO