23:07 17 November 2019
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    Soldaten der Roten Armee in Polen 1944

    Befreiung Polens: So viele sowjetische Soldaten kamen damals ums Leben

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    Politik
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    Am heutigen Samstag, den 22. Juni 2019, jährt sich der Beginn des Angriffskrieges von Nazi-Deutschland gegen die Sowjetunion zum 78. Mal. Der Leiter des Zentralarchivs des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Permjakow, hat verraten, wie viele sowjetische Soldaten bei der Befreiung Polens in den Jahren 1944 und 1945 ums Leben kamen.

    In einem Interview mit dem Radiosender „Echo Moskwy“ sprach Permjakow von mehr als 477.000 toten sowjetischen Soldaten. Außerdem seien damals mehr als 1,5 Millionen Soldaten verwundet worden.

    Diese Daten stammen aus einem bisher unter Verschluss gehaltenen Dokument des russischen Generalstabs aus dem Jahr 1956.

    Seit 2017 gilt in Polen das Gesetz über das Verbot der „kommunistischen Propaganda“. Es sieht das Abreißen der Denkmäler für sowjetische Soldaten vor. Damit wären schätzungsweise mehr als 450 Denkmäler betroffen, 230 davon der Roten Armee gewidmet. Ausgenommen von dem Gesetzt sind allerdings Soldaten-Gräber.

    Nach Angaben der russischen Botschaft in Polen wurden in dem Land in den letzten Jahren mehr als einhundert Denkmäler für sowjetische Soldaten demontiert.

    Russland reagierte erwartungsgemäß mit Empörung. Das Außenministerium in Moskau bezeichnete Warschaus Vorgehen als Geschichtsrevisionismus.

    Allerdings gibt es auch in Polen Politiker, die das Abreißen von sowjetischen Monumenten kritisieren. So bezeichnete Kornel Morawiecki, Vater des polnischen Premiers Mateusz Morawiecki, das Vorgehen als „Fehler“ und „kleinkariert“. Sein Land hätte sich nicht aus eigener Kraft von den Nazis befreien können.

    at/gs

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    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Nazi-Deutschland, Denkmäler, Befreiung, Sowjetunion, Polen