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08:27 17 Juli 2019
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    Begräbnis für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke

    Ehemaliger CDU-Generalsekretär gibt Ex-Parteikollegin Mitschuld an Lübckes Mord

    © REUTERS / Pool/Swen Pfoertner
    Politik
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    Im Fall des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) hat der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber seiner Ex-Parteikollegin Erika Steinbach Mitschuld für den Mord gegeben. Steinbach war 2017 aus der CDU ausgetreten und hat sich seitdem mehrfach für die AfD eingesetzt.

    Tauber wandte sich auf Twitter direkt gegen Steinbach und kritisierte sie für ihre Reaktion auf den Mord von Lübcke. Sie sei „natürlich verantwortlich” für die Folgen und Reaktionen auf ihre „Hetze” gegen Lübcke, schrieb Tauber: „Du trägst Mitschuld an seinem Tod.”

    ​„Und noch schlimmer ist, dass du ihn gekannt hast und weißt, was für ein aufrechter und feiner Kerl er war. Bis heute gibt es kein Wort der Trauer von Dir für ihn. Wohl nicht, weil das der Gipfel der Heuchelei wäre”, so Tauber weiter.

    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde am 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha mit einem Kopfschuss ermordet. Tatverdächtig ist Stephan E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als rechtsextremes Attentat ein. 

    Lübcke war ein Befürworter von Merkels Flüchtlingspolitik. Mit seinen Äußerungen im Jahr 2015 sorgte er für viel Aufsehen: „Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.” Etwas später hatte auch Steinbach ihn für diese Worte kritisiert. Daraufhin soll eine neue Welle der Entrüstung auf den Regierungspräsidenten hereingebrochen sein. 

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    Tags:
    Mord, Walter Lübcke, AfD, CDU, Peter Tauber, Erika Steinbach