13:39 16 Dezember 2019
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    Wrackteile der vom Iran abgeschossenen US-Drohne

    Abschuss von US-Drohne: Sie drang in iranischen Luftraum ein - Russlands Sicherheitsrats-Chef

    © REUTERS / Tasnim News Agency / Meghdad Madadi
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    Die zuvor von der iranischen Revolutionsgarde abgeschossene US-Drohne soll sich entgegen den Behauptungen des Pentagons nicht im internationalen, sondern im iranischen Luftraum befunden haben. Dies teilte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolai Patruschew am Dienstag mit.

    „Nach Informationen des russischen Verteidigungsministeriums befand sich diese Drohne im iranischen Luftraum“, sagte er nach dem ersten Treffen mit dem Sicherheitsberater der US-Präsidenten, John Bolton, und dem Leiter des Nationalen Sicherheitsrats Israels, Meir Ben-Shabbat, in Jerusalem.

    „Irgendwelche anderen Beweise haben wir nicht erhalten“, so Patruschew. Das Thema sei mit den Kollegen aus dem Iran bisher nicht erörtert worden.

    Die von den USA zuvor präsentierten „Beweise“, die belegen sollen, dass der Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman zuständig ist, seien unprofessionell und von schlechter Qualität, fügte der russische Sicherheitsberater hinzu.

    Im Vorfeld des Treffens mit seinem russischen und israelischen Amtskollegen hatte der US-Sicherheitsberater John Bolton den Iran scharf angegriffen. „Im ganzen Nahen Osten sehen wir den Iran als die Quelle von Kriegslust und Aggression", sagte er. „Wir versammeln uns zu einem besonders kritischen Moment, während das radikale Regime des Irans und seine terroristischen Stellvertreter sich an noch mehr Runden gewaltsamer Provokationen im Ausland beteiligen."

    Am Donnerstag hatte die iranische Revolutionsgarde eine amerikanische Drohne abgeschossen. Die Regierung in Teheran gab an, die Drohne sei über dem Hoheitsgebiet des Iran geflogen und deswegen zerstört worden. Die USA erklärten jedoch, der Flugkörper habe sich zum Zeitpunkt des Abschusses über internationalen Gewässern befunden.

    Der iranische Außenminister Dschawad Sarif veröffentlichte am Sonntag auf Twitter eine Karte zu dem Vorfall, die die US-Vorwürfe dementieren soll.

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