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    Trilaterale Verhandlungen zwischen Russland, den USA und Israel bezüglich der Krise in Syrien, 25. Juni 2019

    „Beispiellos und historisch“: So endeten die Syrien-Verhandlungen zwischen Russland, USA und Israel

    © REUTERS / RONEN ZVULUN
    Politik
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    Liudmila Kotlyarova
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    In Jerusalem sind am Dienstag die trilateralen dreitägigen Verhandlungen zwischen Russland, den USA und Israel abgeschlossen worden. Die Krise in Syrien ist somit zum ersten Mal im Format eines Gipfeltreffens für regionalen Sicherheit der drei Länder erörtert worden.

    Noch vor dem Treffen nannte der israelische Ministerpräsident und dessen Initiator Benjamin Netanjahu die Verhandlungen „beispiellos und historisch“. Wie der Leiter der russischen Delegation, der Sekretär des Sicherheitsrates Nikolai Patruschew, gegenüber den Journalisten nun mitteilte, hätten sich Russland, die USA und Israel über die meisten Punkte verständigt zu der Frage, wie man Syrien am Ende sehen möchte.

    Patruschew zufolge einigten sich die Seiten darauf, dass sie sich zugunsten der endgültigen Vernichtung von Terroristen in der Region vereinigen müssen. Patruschew merkte weiter an, dass infolge der Anstrengungen Russlands in Syrien und denen der USA im Irak der IS* in diesen Ländern nun deutlich weniger vertreten sei. 

    „Wenn wir aber über diese Terrororganisation sprechen, müssen wir einsehen, dass sie nicht verschwunden ist, sondern dass ihre Kämpfer aus diesen beiden Ländern in die anderen übergegangen sind“, fügte der Sekretär des Sicherheitsrats Russlands hinzu.

    Das Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, und dem Leiter des Nationalen Sicherheitsrates Israels, Meir Ben-Shabbat, fand laut Patruschew in einer Atmosphäre des guten Willens statt. Es sei offensichtlich gewesen, dass die Parteien das klare Ziel erreichen wollten, so Patruschew, obwohl vor Beginn des Gipfels die Befürchtung da gewesen sei, dass es angesichts der Eskalation der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu keiner Einigung zwischen den Parteien kommen könnte.

    „Ich teile die Position von Ministerpräsident Netanjahu völlig, in welchem Zustand Syrien, ein laut Netanjahu friedliches und sicheres Land, am Ende unserer Mitarbeit sein sollte“, sagte der Sekretär weiter. Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens müssten gewährleistet werden. In Bezug auf die iranische Frage bestätigte er gegenüber den ausländischen Kollegen, dass Moskau die Bedenken Israels verstehe und möchte, dass die bestehenden Sicherheitsbedrohungen beseitigt werden. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass mit den nationalen Interessen anderer Regionalstaaten gerechnet werden müsse. Er betonte erneut, dass Teheran ein verlässlicher Partner sei, mit dem Russland gemeinsame Aktivitäten zur Bekämpfung des Terrorismus in Syrien durchführe. Gleichzeitig habe Teheran erhebliche Erfolge im Kampf gegen Terroristen erzielt, und es sei nicht hinnehmbar, es mit Organisationen wie dem IS gleichzusetzen.

    Israelische Militäraktionen nannte Patruschew unerwünscht. Die russische Delegation erklärte zudem bei dem Treffen, dass die Beziehungen Syriens zu den arabischen Ländern normalisiert werden müssen, einschließlich der Wiederherstellung seiner Mitgliedschaft in der Liga der arabischen Staaten.

    John Bolton kommentierte seinerseits gegenüber Bloomberg, „dass die USA die iranischen Streitkräfte Syrien verlassen sehen möchten als Teil eines breiteren Rückzugs aus den ausländischen Territorien“. Laut Bolton sind die USA nicht daran interessiert, einen Regimewechsel im Iran voranzutreiben.

    * Terrororganisation, in Russland verboten

    lk/mt

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    Tags:
    Nikolai Patruschew, John Bolton, Benjamin Netanjahu, Sicherheit, Gipfeltreffen, Syrien-Krieg, Syrien-Krise, Syrien, Syrien, Abschluss, Israel, USA, Russland, Verhandlungen, Jerusalem