Widgets Magazine
01:38 22 September 2019
SNA Radio
    Der iranische Präsident Hassan Rouhani (Archivbild)

    Irans Präsident Rouhani stellt Bedingungen für Verhandlung mit USA

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
    Zum Kurzlink
    281904
    Abonnieren

    Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA steigen immer weiter – Verhandlungen werden nicht geführt. Nun hat der iranische Präsident Hassan Rouhani Bedingungen für neue Verhandlung mit den USA gestellt.

    Der Iran ist nach den Worten von Präsident Hassan Rouhani nur zu Verhandlungen mit der US-Regierung bereit, wenn diese zum Wiener Atomabkommen zurückkehre und die Sanktionen gegen sein Land aufhebe.

    „Den Amerikanern können wir nur sagen: Euer Weg (raus aus dem Deal) war ein Fehler”, sagte Ruhani bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch.

    Die Rückkehr zum Atomdeal wäre der kürzeste Weg, um die Interessen aller Seiten zu sichern, so der iranische Präsident weiter.

    Zudem würde er sich auch positiv auf „die Welt, die Region und besonders den internationalen Atomwaffensperrvertrag” auswirken, so Rouhani weiter.

    Iranische Soldaten währed der Parade (Archiv)
    © AP Photo / Ebrahim Noroozi

    US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai 2018 das Wiener Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Mit den bislang umfangreichsten Sanktionen gegen den Öl- und Bankensektor will er die Führung in Teheran zwingen, das Abkommen neu auszuhandeln und schärferen Auflagen zuzustimmen. Außerdem sollen zusätzlich noch Beschränkungen für das iranische Raketenprogramm in das Abkommen aufgenommen werden.

    Der Iran hat sich bislang geweigert, dies zu akzeptieren.

    Präsident Rouhani warnte die USA dagegen vor erneuten militärischen Aktionen wie beim Zwischenfall mit einer Aufklärungsdrohne vergangene Woche.

    „Verletzung der iranischen Grenzen ist unsere rote Linie, und wir würden erneut konsequent reagieren”, betonte der iranische Staatschef.

    Die iranischen Revolutionsgarden hatten am vergangenen Donnerstag eine amerikanischen Aufklärungsdrohne abgeschossen, weil sie nach iranischen Angaben den Luftraum des Landes im Persischen Golf verletzt hatte.

    Die US-Regierung gab an, dass die Drohne in internationalem Luftraum geflogen sei.

    Das russische Verteidigungsministerium unterstützte die iranische Darstellung und gab an, dass die Drohne den iranischen Luftraum verletzt hatte.

    ng/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Kriegseskalation, Eskalation, Krise, Vorbedingungen, Bedingungen, Verhandlungen, Teheran, USA, Hassan Rouhani, Hassan Rohani