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    Shinzo Abe (L) und Donald Tusk beim EU-Gipfel in Brüssel (Archivbild)

    „Lieber Shinzo…” – Tusk wendet sich vor G20-Gipfel an Abe und sieht schwierigen Gipfel voraus

    © AP Photo / Francisco Seco
    Politik
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    Im Vorfeld des G20-Gipfels, der am Donnerstag im japanischen Osaka beginnt, wandte sich Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, an den japanischen Premier Shinzo Abe. Tusk sieht im Lichte der internationalen Spannungen einen schwierigen Gipfel voraus.

    Es werde ein schwieriger G20-Gipfel sein, schreibt Tusk zu Beginn seines Statements. Als große Herausforderungen nennt er die Notwendigkeit, die Klimakatastrophe und Handelskriege abzuwenden, das internationale Handelssystem zu reformieren und sich auf die digitale Revolution vorzubereiten.

    „Zugleich wachsen die internationalen Spannungen. Als Beispiele seien der Iran oder die Situation zwischen den USA und China genannt“, so Tusk.

    Die Verantwortung für die unsichere Zukunft des Planeten liege in einem großen Maße bei den Führern der G20, die sich heute in Osaka versammeln.

    „Ich selbst habe gestern über die Notwendigkeit von verantwortungsvollem Handeln mit Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki und Einwohnern dieser Städte gesprochen. Für mich waren das extrem wichtige Gespräche. Denn an solchen Orten wissen die einfachen Leute sehr gut, was globale Konflikte bedeuten. Deshalb werde ich ihren Aufruf zu verantwortungsvollem Handeln, internationaler Zusammenarbeit und Dialog zwischen den Nationen bei G20 auf den Tisch bringen“, schreibt Donald Tusk.

    Er sei überzeugt, dass die exzellente Arbeit unter dem japanischen G20-Vorsitz und der persönliche Einsatz Abes dazu beitragen werden, die aktuellen Spannungen in der Welt zu überwinden. „Heute sind wir hier, um Japan und Sie persönlich bei dieser Aufgabe vollumfänglich zu unterstützen. Sie können auf uns und Japan kann auf die Europäische Union zählen.“

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    Tags:
    Osaka, G20-Gipfel, G20, Donald Tusk, Shinzo Abe