13:54 20 November 2019
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    Maduro-Anhänger demonstrieren in Caracas (Archivfoto)

    Putin: Russland hat mit Ereignissen in Venezuela nichts zu tun

    © Sputnik / Magda Gibelli
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    Lage in Venezuela – alle Entwicklungen (18)
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    Russland hat mit dem Geschehen in Venezuela nichts zu tun, ist jedoch auf jede beliebige Entwicklung in diesem Land vorbereitet, falls diese legitim erfolgen sollte, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit der britischen Zeitung „Financial Times“.

    „Wir haben mit dem, was in Venezuela vor sich geht, nichts zu tun. (…) Wir haben gewisse Vereinbarungen dort, unsere Flugzeuge fliegen manchmal dorthin. (…) Und das ist alles. Leiten wir etwa die Handlungen der Aufständischen dort, wie das einige unserer Partner tun, oder leiten wir das Handeln von Präsident (Nicolás) Maduro? Er ist Präsident, wieso braucht er ein Dirigieren von außen? Er leitet alle selbständig. Ob er es gut oder schlecht macht, ist eine andere Sache. Wir sehen davon ab, hier eine Einschätzung zu geben“, sagte Putin. 

    Russische Militärangehörige auf dem Flughafen Maiquetia nahe Caracas (Archivbild)
    © AFP 2019 / FEDERICO PARRA

    „Wir sind auf jede beliebige Entwicklung in einem beliebigen Land vorbereitet, darunter auch in Venezuela, falls dies nach inneren Regeln, entsprechend den Gesetzen des Landes und seiner Verfassung und entsprechend dem Willen des Volkes des einen oder anderen Landes erfolgt“, fügte der russische Präsident hinzu.

    Putin verwies darauf, dass Russland noch während der Amtszeit von Präsident Hugo Chavez Waffen an Venezuela verkauft hatte, und das ohne Einschränkungen und Probleme und völlig legal, ebenso wie andere Staaten.

    „Wir haben Verträge, die vorsehen, was und wie wir bei der Wartung dieser Militärtechnik tun sollen und dass wir dort Fachleute ausbilden und die Technik im normalen Zustand und kampffähig erhalten, usw. Und wir warten diese Technik. Wie ich zu unseren amerikanischen Partnern mehrmals sagte, gibt es dort keine Truppen von uns. (…) Es halten sich dort Fachleute und Instrukteure auf, die arbeiten. Erst vor kurzem, etwa vor einer Woche, hat eine Gruppe unserer Berater und Fachleute das Land verlassen“, so Putin.

    Der Präsident merkte zugleich an, dass die venezolanischen Behörden im wirtschaftlichen Bereich anders handeln könnten. „Ich denke, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus könnte dort vieles anders gemacht werden. Aber wir mischen uns dort nicht ein, das ist nicht unsere Sache“, so Putin. Er erinnerte daran, dass russische Unternehmen mehrere Milliarden in Venezuela, vor allem in dessen Ölsektor, investiert haben. Auch andere Länder leisteten solche Investitionen, fügte Putin zu.

    Er bestritt nachdrücklich die These, alles in Venezuela stütze sich auf die russischen Bajonette. Die Venezolaner müssten ihre politischen Probleme selbständig bewältigen, betonte Putin.

    ls

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    Themen:
    Lage in Venezuela – alle Entwicklungen (18)
    Tags:
    Financial Times, Nicolás Maduro, Wladimir Putin, Russland, Venezuela