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    Die britische Premierministerin Theresa May hat bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Japan Bedingungen genannt, unter denen es bessere Beziehungen zwischen beiden Staaten geben könnte. Das Verhältnis zwischen London und Moskau ist nach dem mutmaßlichen Giftgasanschlag in Salisbury vor mehr als einem Jahr zerrüttet.

    Putin und May sprachen am Freitag am Rande des G20-Gpfels im japanischen Osaka erstmals seit langer Zeit persönlich miteinander.

    May habe dem russischen Präsidenten gesagt, „dass es solange keine Normalisierung geben kann, bis Russland mit seiner unverantwortlichen und destabilisierenden Tätigkeit aufgehört hat, die Großbritannien und seine Verbündeten bedroht“, teilte das Büro der britischen Regierungschefin nach dem Gespräch mit. 

    Damit meine sie „feindliche Einmischung in anderen Ländern, Desinformation  und Cyberangriffe“, hieß es weiter. Um die Beziehungen zu Großbritannien zu verbessern, müsse die russische Regierung einen „anderen Weg wählen“.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow teilte seinerseits mit, May habe Putin Fragen zum Fall Skripal gestellt und vom russischen Präsidenten „alle notwendigen Erklärungen erhalten“.

    „Und was die Frage angeht, welche Beziehungen es geben kann und welche es nicht geben kann, so ist das der britischen Seite überlassen“, sagte Peskow. „Präsident Putin ist auch bei den heikelsten Themen zum Dialog bereit.“

    Darüber hinaus tauschten sich die beiden laut Peskow über eine Belebung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen ihren Staaten aus. Weitere Themen seien die Ukraine, Syrien und der Iran gewesen.

    Nach dem vermeintlichen Anschlag auf Sergej und Julia Skripal im März 2018 liegen die Beziehungen zwischen Moskau und London am Boden. Nach Darstellung der britischen Behörden wurden der Ex-Spion und seine Tochter im britischen Salisbury von russischen Agenten mit Nervengift kontaminiert. Russland weist den Vorwurf als unbewiesen zurück und fordert eine transparente Aufklärung.

    Darüber hinaus sehen westliche Staaten Russland hinter Hackerangriffen auf ihre Einrichtungen. Russland weist jede Verantwortung von sich und beschuldigt seinerseits die USA und ihre Partner, Cyberattacken begangen zu haben.

    sp

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