20:24 25 Februar 2020
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    Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump hat am Samstag auf Twitter eine spontane Zusammenkunft mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un vorgeschlagen.

    Am Samstag will Trump nach Südkorea reisen und die zwischen Nord- und Südkorea gelegene entmilitarisierte Zone besuchen.

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    „Während ich da bin – falls der nordkoreanische Vorsitzende Kim das sieht – würde ich ihn an der Grenze in der entmilitarisierten Zone treffen, einfach um ihm die Hand zu geben und ‚Hallo(?)!‘ zu sagen“, twitterte der US-Staatschef.

    Sollte Kim da sein, würden sich die Politiker „für zwei Minuten sehen“, erklärte Trump auf der Pressekonferenz zum Abschluss des G20-Gipfels im japanischen Osaka. Trump hat nach eigenen Worten auch „kein Problem damit“, als erster Präsident der Vereinigten Staaten die nordkoreanische Grenze zu überschreiten.

    Spontanes Treffen

    Die Idee, Kim einzuladen, sei ihm am Morgen spontan gekommen. Er habe lediglich einen Fühler ausgestreckt, da er nicht wisse, wo Kim sich derzeit aufhalte. Der nordkoreanische Staatschef sei „vielleicht nicht in Nordkorea“.

    Er und Kim verstünden sich sehr gut, meinte der US-Präsident. Nordkorea habe sich sehr aufgeschlossen gezeigt, ein Treffen könnte am Sonntag zustande kommen.

    Pjöngjangs Reaktion

    Die nordkoreanische Vize-Außenministerin, Choi Sun Hui, bezeichnete Trumps Angebot als „sehr interessant“.

    „Es ist ein sehr interessanter Vorschlag, aber wir haben diesbezüglich noch keine offizielle Einladung bekommen“, so die Ministerin laut der Nachrichtenagentur Reuters.

    Drittes Gipfeltreffen?

    Sollten sich Trump und Kim tatsächlich begegnen, wäre es nach den Gipfeln in Singapur und in Vietnam die dritte Zusammenkunft der zwei Politiker.

    Das erste Gipfeltreffen USA-Nordkorea war im Juni 2018 in Singapur über die Bühne gegangen. Damals gab Pjöngjang seine Bereitschaft zur kompletten Denuklearisierung bekannt. Die USA versprachen im Gegenzug Sicherheitsgarantien.

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    Die Gespräche zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten gerieten allerdings nach dem Gipfel in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi Ende Februar, der von Donald Trump abrupt beendet worden war, ins Stocken. Laut Analysten hatte Kim Jong Un zu viele Sanktionslockerungen gefordert, ohne im Gegenzug genügend Schritte zur nuklearen Abrüstung Nordkoreas anzubieten.

    mo/ae/rtr/sna

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    G20-Gipfel, G20, Japan, Osaka, Kommunistische Partei Nordkoreas, Koreakrieg, Korea-Problem, Südkorea, Kim Jong Un, Kim Jong-un, Donald Trump, Nordkoreas Raketenprogramm, Nordkoreanische Regierung, Nordkorea-Gipfel, Nordkoreakrise, Nordkorea, USA