11:21 21 November 2019
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    Petro Poroschenko bei einer Veranstaltung in Kiew

    Ohne Absprache mit Kiew? Ex-Präsident Poroschenko wegen westlicher Kontakte mit Putin empört

    CC BY 4.0 / Pressedienst des ukrainischen Präsidenten / Michail Markiw
    Politik
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    In einem Facebook-Posting am Samstag hat der ehemalige Präsident der Ukraine Petro Poroschenko die Kontakte zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und seinem US-Amtskollegen Donald Trump als angebliche Revanche Moskaus gegen Kiew kritisiert.

    Denn in den letzten fünf Jahren habe es keinen Kontakt zum Kreml gegeben, ohne dass die Ukraine vorher in Kenntnis gesetzt worden sei.

    Das jüngste Treffen zwischen Putin und Trump fand während des G20-Gipfels diese Woche in Osaka statt. Poroschenko zeigte sich am Samstag empört, dass niemand Kiew über die anstehende Zusammenkunft der beiden Staatschefs informiert hatte.

    „Die Verletzung des Grundsatzes ‚Nichts über die Ukraine ohne die Ukraine‘  ist Teil der russischen Rache“, verlautete es in seinem Beitrag. An diesen Grundsatz habe sich die Ukraine fünf Jahre lang gehalten, damit niemandem in den Sinn kommen würde, so Poroschenko, etwas mit dem Kreml „ohne uns zu vereinbaren“.  

    Der ehemalige Präsident verwies darauf, dass im Laufe der vorigen fünf Jahre Washington vor jeglichen Gesprächen mit Moskau seine Stellungnahme mit Kiew vereinbart sowie über die Ergebnisse der Verhandlungen informiert habe.

    Das Putin-Trump-Treffen beim G20-Gipfel sei demnach die erste Zusammenkunft der Staatschefs der beiden Länder, die ohne Vereinbarung mit der Ukraine durchgeführt worden sei, so Poroschenko. Dies bezeichnete er als ein „alarmierendes Zeichen“ für das Land.

    Die beiden Staatschefs waren einander am Freitag beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten im japanischen Osaka zu einem Gespräch begegnet. Trump soll laut dem russischen Sender „Rossija 24“ im Nachhinein erklärt haben, das bilaterale Treffen sei produktiv verlaufen.

    Dem soll er hinzugefügt haben, dass die USA und Russland als zwei Großmächte Handelsbeziehungen zueinander unterhalten sollten.

    Neben Fragen des internationalen Handels sollen Trump und Putin die Lage in Syrien und im Iran sowie in Venezuela und in der Ukraine besprochen haben. Auch aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Türkei und China waren Themen der Diskussion.

    Es war das dritte Vieraugengespräch der zwei Staatschefs.

    msch/ae

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    Tags:
    Wladimir Putin, Donald Trump, G20-Gipfel, Petro Poroschenko, USA, Russland, Ukraine