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09:50 22 September 2019
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    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

    Steinmeier verteidigt „Sea Watch”-Kapitänin

    © REUTERS / LEHTIKUVA
    Politik
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    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die italienischen Behörden wegen der Festnahme der deutschen „Sea Watch”-Kapitänin Carola Rackete kritisiert.

    Laut Steinmeier kann ja sein, dass es italienische Rechtsvorschriften gebe, wann ein Schiff einen Hafen anlaufen dürfe.

    „Nur: Italien ist nicht irgendein Staat. Italien ist inmitten der Europäischen Union, ist Gründungsstaat der Europäischen Union. Und deshalb dürfen wir von einem Land wie Italien erwarten, dass man mit einem solchen Fall anders umgeht”, sagte Steinmeier laut einem Bericht von zdf.de im Sommerinterview des Senders.

    Der Bundespräsident forderte in dem Gespräch, das am Sonntag um 19.10 Uhr ausgestrahlt werden sollte, laut ZDF eine europäische Antwort auf den Zustrom von Flüchtlingen über das Mittelmeer. Sollte sich die Situation in Nordafrika nicht beruhigen, werde dieser weitergehen.

    „Da muss mehr geschehen, da muss Europa eine kräftigere Rolle spielen”, hieß es.

    Zuvor war berichtet worden, dass sich der deutsche Außenminister Heiko Maas auf die Seite der in Italien festgenommenen deutschen Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffs „Sea-Watch 3” Carola Rackete gestellt hatte. Das gab der Politiker auf Twitter bekannt. „Menschenleben zu retten ist eine humanitäre Verpflichtung. Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden”, so Maas via Twitter

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    ai/dpa/sna

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    Sea Watch, Frank-Walter Steinmeier