19:10 24 Januar 2020
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet beim EU-Sondergipfel zur Nominierung des nächsten EU-Kommissionspräsidenten keine rasche Lösung.

    „Es werden keine sehr einfachen Beratungen”, sagte sie vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Brüssel. EU-Ratspräsident Donald Tusk werde eine schwierige Aufgabe haben.

    Das Europaparlament sei fixiert auf das Prinzip des Spitzenkandidaten, sagte Merkel weiter. Trotzdem habe die stärkste Fraktion - die Europäische Volkspartei (EVP), der auch CDU und CSU angehören - keine Mehrheit.

    „Wir werden versuchen konstruktiv zu sein”, sagte die Kanzlerin weiter. Für sie sei es wichtig, einen Konflikt zwischen dem Europaparlament und dem EU-Rat, in dem die Staats- und Regierungschefs sitzen, zu vermeiden.

    Nach Vorgesprächen mit Merkel, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und anderen EU-Staats- und Regierungschefs hatte Tusk am Sonntag dem Europaparlament erstmals ein mögliches Personalpaket für die EU-Spitzenposten vorgelegt: Demnach soll der Posten des Kommissionschefs an einen Sozialdemokraten gehen - der CSU-Politiker Manfred Weber, der den Posten für die EVP antreten wollte, wäre damit aus dem Rennen. Die Entscheidung soll der Sondergipfel treffen.

    Für den Posten des Kommissionspräsidenten müssen die Staats- und Regierungschefs eine Einigung finden, die von mindestens 21 Staaten mitgetragen wird, die 65 Prozent der Bevölkerung repräsentieren.

    Zu besetzen sind insgesamt fünf Spitzenposten: die Präsidenten der Kommission, des Rats, des Europaparlaments und der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der EU-Außenbeauftragte.

    ai/dpa

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    Tags:
    EU, Angela Merkel, Deutschland