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13:28 18 August 2019
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    Auto südlich von Tripoli während Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der Libyschen Nationalen Armee

    Ankara wirft Haftars Armee Festnahmen türkischer Bürger vor

    © AP Photo / Hazem Ahmed
    Politik
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    In einer Mitteilung auf seiner Webseite am Montag hat das Außenministerium der Türkei der Libyschen Nationalen Armee (LNA) unter dem Kommando des Generals Khalifa Haftar vorgeworfen, sechs türkische Staatsangehörige festgesetzt zu haben.

    Diese Festnahmen durch „illegitime Milizen Haftars“ in Libyen verurteilte das Ressort als „Akt des Banditentums und der Piraterie“.

    „Wir erwarten, dass unsere Bürger sofort freigelassen werden, sonst werden die Streitkräfte Haftars zu legitimen Zielen“, hieß es.

    Zuvor war unter Berufung auf Haftars Sprecher Achmed al-Mesmari berichtet worden, dass der LNA-Oberbefehlshaber die Schließung des Luftraums für türkische Zivilflugzeuge sowie Angriffe auf türkische Schiffe in libyschen Hoheitsgewässern angeordnet hatte.

    Al-Mesmari hatte dem türkischen Militär vorgeworfen, an den Gefechten um die Hauptstadt Tripolis auf der Seite des Rivalen – der Einheitsregierung – beteiligt gewesen zu sein.

    Konflikt in Libyen

    Seit dem Sturz und der Ermordung des libyschen Anführers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht Chaos im Land. Libyen existiert praktisch nicht mehr als einheitlicher Staat, denn heute herrscht Biarchie. Die Einheitsregierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens. 

    Der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee, Khalifa Haftar, hatte am 4. April seinen Kräften befohlen, eine Offensive gegen die Hauptstadt zu starten, um sie „von den Terroristen zu befreien“.

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    Tags:
    Festnahmen, LNA, Khalifa Haftar, Türkei, Libyen