07:21 30 März 2020
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    Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu plädiert dafür, den im Atomabkommen vorgesehenen Sanktionsmechanismus gegen den Iran in Gang zu setzen, nachdem die islamische Republik die vorgeschriebene Obergrenze für Uranvorräte überschritten hat.

    „Ich sage es noch einmal: Israel wird es nicht zulassen, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Ich rufe jetzt auch alle europäischen Staaten, die sich im Fall einer Verletzung des Atomabkommens durch den Iran verpflichtet haben, dazu auf, den im UN-Sicherheitsrat vereinbarten Mechanismus automatischer Sanktionen einzusetzen. Ich sage euch: Tut es, tut es einfach”, zitiert der Pressedienst Netanjahus den Premier.

    Die Internationale Atomenergie-Agentur bestätigte nach einer Inspektion am Montag, dass der Iran die vertragliche Schwelle für niedrig angereichertes Uran verletzt hat. Die im Atomabkommen verankerte Obergrenze liegt bei 300 Kilogramm.

    Netanjahu hatte den Iran schon im vergangenen Jahr beschuldigt, an einer militärischen Ausrichtung seines Atomprogramms getüftelt zu haben. Dabei berief er sich auf ein detailreiches Dossier, das ihm zufolge in die Hände der israelischen Geheimdienstler gelangt war.

    Nun verspricht er weitere Hinweise darauf, dass Teheran „immer gelogen” hat.

    Das rund 100.000 Dokumente umfassende Dossier soll mit ein Grund für die US-Entscheidung gewesen sein, im Alleingang aus dem Abkommen mit Teheran auszusteigen.

    jeg/gs/sna

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    Tags:
    Inspektion, IAEA (IAEO), Uran, Benjamin Netanjahu, Israel, Iran