20:59 17 Februar 2020
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    Der Tatverdächtige im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) hat am Dienstag Medienberichten zufolge vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs sein Geständnis widerrufen.

    Dies berichtet unter anderem der Südwestrundfunk (SWR). Begleitet wurde Stephan E. dabei von einem neuen Anwalt aus Dresden.

    Der 45-Jährige Stephan E. war am Dienstag mit einem Hubschrauber zur Bundesanwaltschaft (GBA) gebracht worden. Von dort wurde er zum BGH gefahren.

    E. hatte zuvor gestanden, Lübcke Anfang Juni getötet zu haben. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und war in früheren Jahren durch Kontakte in die rechtsextreme Szene aufgefallen.

    Aus Ermittlungskreisen hieß es laut der „tagesschau” zu dem Widerruf, dieser sei wohl „taktischer Natur”. Das ursprüngliche Geständnis des Tatverdächtigen sei derart ausführlich und detailreich gewesen, dass durch den Widerruf keine Auswirkungen auf die weiteren Ermittlungen zu erwarten seien. Denn trotz des Widerrufs blieben die früheren Angaben von Stephan E. für die Ermittler verwertbar.

    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war am 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha mit einem Kopfschuss ermordet worden. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als rechtsextremes Attentat ein. 

    Lübcke war ein Befürworter von Merkels Flüchtlingspolitik. Mit seinen Äußerungen im Jahr 2015 sorgte er für viel Aufsehen: „Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen”, hatte er damals gesagt. Diese Aussage zog heftige Reaktionen nach sich.

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