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12:59 20 Oktober 2019
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    RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan (Archivbild)

    Fall Wyschinski: Simonjan ruft Selenski zur Freilassung des Journalisten auf

    © Sputnik / Wladimir Trefilow
    Politik
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    Margarita Simonjan, die Chefredakteurin der russischen Medienholding Rossiya Segodnya und des Senders Russia Today, hat in ihrem Telegram-Kanal den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski um die Freilassung des im Mai 2018 festgenommenen Chefs von RIA Novosti Ukraine, Kirill Wyschinski, gebeten.

    „Morgen kann Kirill Wyschinski freigelassen werden. Der Journalist, der 413 Tage dafür absitzen musste, dass er Journalist ist. Herr Selenski, ich ersuche Sie, das zu tun”, schrieb sie in einem Beitrag auf Ukrainisch.

    Wyschinskis Anwalt, Andrej Domanski, teilte am 18. Juni mit, dass das Gericht Änderungen bei Unterbindungsmaßnahmen gegen den Journalisten in seiner nächsten Verhandlung am Mittwoch dieser Woche beschließen könne.

    Die Verteidigung rechnet mit einer Strafmilderung und Hausarrest.

    Festnahme von Kirill Wyschinski

    Der russische Journalist Kirill Wyschinski befindet sich zurzeit in einem ukrainischen Gefängnis. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte ihn am 15. Mai 2018 vor dessen Wohnung in Kiew festgenommen und noch in der Nacht nach Cherson gebracht. Dem Journalisten werden Landesverrat und Unterstützung der selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

    Der Kreml hat die Handlungen der Ukraine entschieden verurteilt und Antwortmaßnahmen versprochen. Moskau richtete eine Protestnote mit der Forderung an Kiew, die Gewalt gegen Medienvertreter einzustellen.

    Während einer Gerichtverhandlung hatte der Chef von RIA Novosti Ukraine den russischen Präsidenten, Wladimir Putin, um Hilfe ersucht und erklärt, dass er sich von der ukrainischen Staatsbürgerschaft lossagen werde.

    Putin nannte die Gesamtsituation beispiellos und betonte, dass der Journalist explizit wegen seiner beruflichen Tätigkeit verhaftet worden sei.

    Auch der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Thomas Greminger, äußerte seine Besorgnis bezüglich der Verhaftung und Inhaftierung Wyschinskis. Greminger verwies darauf, dass alle Mitgliedsländer der OSZE die internationalen Standards der Meinungsfreiheit einhalten und sich nicht in die Arbeit der Medien einmischen sollten.

    Der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Harlem Desir, forderte die ukrainischen Behörden dazu auf, die Werte der Meinungsfreiheit zu wahren und Wyschinski sofort freizulassen.

    jeg/ae

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    Tags:
    Wladimir Selenski, Ukraine, Kirill Wyschinski, Margarita Simonjan