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    Anti-Brexit-Protestler in London

    London veranschlagt Verluste aus No-Deal-Brexit

    © AP Photo / Frank Augstein
    Politik
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    Der britische Finanzminister Philip Hammond hat bei seinem Auftritt im Unterhaus am Dienstag vor möglichen Verlusten gewarnt, mit denen sein Land konfrontiert werden kann, sollte es aus der EU ohne Abkommen austreten.

    Die Schätzungen der Regierung hätten ergeben, dass ein solcher Brexit ohne Abkommen „zerstörend“ sein und die britische Schatzkammer 90 Milliarden Pfund Sterling (umgerechnet 100 Milliarden Euro) kosten werde, betonte Hammond. Zudem werde ein No-Deal-Brexit sich auf die künftigen Ausgaben und Steuersenkungen auswirken.

    Der zukünftige Premier, sei es Boris Johnson oder Jeremy Hunt, werde ein Katastrophe im Land verursachen, sollte er einen EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen zulassen, äußerte Hammond.

    Die EU hatte Großbritannien einen Brexit-Aufschub bis zum 31. Oktober gewährt. Die Anwärter auf den Posten des britischen Premierministers hatten sich bereit gezeigt, die EU bis zu diesem Tag zu verlassen. In Bezug auf die Verhaltensweisen gibt es jedoch keine Einigkeit. Ein EU-Austritt ohne Deal wird behandelt, weil die Wahl des neuen Parteivorsitzenden der Konservativen und die bevorstehenden Sommerferien die Arbeit am Brexit bis frühestens September aufschiebt.

    Die scheidende Premierministerin, Theresa May, war im Parlament drei Mal mit dem mit der EU vereinbarten Brexit-Abkommen gescheitert. Sie hatte sich deswegen mit den anderen Staats- und Regierungschefs der EU auf eine Verschiebung des ursprünglich für März geplanten Brexits bis spätestens 31. Oktober geeinigt. Da sich die EU-Länder deutlich gegen jegliche Änderungen in dem Brexit-Abkommen ausgesprochen haben, wird der neue Premier entweder das Parlament überzeugen müssen, dem Brexit-Deal zuzustimmen oder Großbritannien aus der EU ohne jegliches Abkommen austreten lassen.

    asch/gs/sna

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    Tags:
    Philip Hammond, Verluste, Deal, Abkommen, EU-Austritt, Brexit, Großbritannien