07:58 15 Juli 2020
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    Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind laut Malek Merset, dem Sprecher des Gesundheitsministeriums, 40 Menschen getötet und 80 weitere verletzt worden.

    „Bei einem Luftangriff auf ein Auffanglager im Vorort Tadschura sind 40 Migranten verschiedener afrikanischer Nationalitäten getötet und 80 weitere verletzt worden“, sagte Merset. Ihm zufolge sind weiter Rettungskräfte im Einsatz.

    Die in Tripolis ansässige, von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannte Regierung machte die von Marschall Khalifa Haftar angeführte Libysche Nationalarmee (LNA) für den Luftangriff verantwortlich und forderte die UN-Unterstützungsmission in Libyen (UNSMIL) auf, ein Untersuchungskomitee einzurichten.

    Die LNA bestritt, den Luftangriff verübt zu haben.

    Zuvor meldeten libysche Medien unter Berufung auf eine Erklärung des Leiters des Einsatzkommandos der LNA, Generalmajor Muhammad al-Manfur, dass die Luftwaffe der LNA eine Luftangriffsoperation in der libyschen Hauptstadt Tripolis angekündigt hätte. Die Zivilbevölkerung werde aufgefordert, sich keinen militärischen Objekten zu nähern, hieß es.

    In Libyen herrscht weiterhin eine politische Doppelherrschaft. Im ostlibyschen Tobruk tagt seit Anfang August das am 25. Juni 2014 gewählte und von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannte Parlament, während im Westen die mit Unterstützung der Uno und der EU gebildete Einheitsregierung agiert. Die Behörden im Osten des Landes handeln unabhängig von Tripolis und kooperieren mit dem Befehlshaber der Libyschen Nationalarmee, Marschall Haftar, die einen langwierigen Krieg gegen Terroristen führt.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    EU, Luftangriff, Libyen