06:58 15 November 2019
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    Belarus' President Alexander Lukashenko in Minsk

    „Wollten sie etwa, dass wir Nato um Hilfe bitten?“: Alexander Lukaschenko zu Wehrdienstverweigerer

    © AFP 2019 / VASILY FEDOSENKO
    Politik
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    In seiner Rede anlässlich des Tages der Unabhängigkeit Weißrusslands warnte Alexander Lukaschenko seine Zuhörer, dass Weißrussland im Falle des Falles, wenn keiner bereit sein sollte, die Heimat zu verteidigen, gezwungen sein werde, sich entweder an die Nato oder an Russland zu wenden.

    Alexander Lukaschenko hat das Problem der Souveränität Weißrusslands angesprochen. Laut dem Präsidenten hat sich im Internet ein gefährlicher Trend entwickelt - immer mehr Bürger rufen dazu auf, nicht in der Armee zu dienen. 

    Zuvor hat das Parlament von Weißrussland einen neuen Gesetzentwurf zur Ableistung des Wehrdienstes verabschiedet. Gemäß diesem Gesetzentwurf müssen wie früher alle Männer ab 18 in der Armee dienen. Dabei wird es nun aber keine Möglichkeit mehr geben, einen Zugang zum Masterstudium ohne die Ableistung des Wehrdienstes zu bekommen.

    Lukaschenko teilte mit, dass es in dem Fall, sollten die weißrussischen Männer den Wehrdienst verweigern, rein theoretisch noch eine Verteidigungsmöglichkeit geben könne. Und zwar – die NATO um Hilfe zu bitten.

    „Wenn wir sie richtig bitten, dann werden sie uns gerne ihre Hilfe versprechen. Wollen Sie solch eine Lösung? Ich will es nicht“, betonte er.

    Noch eine andere Möglichkeit wäre, so Präsident, sich an Russland zu wenden.

    „Wollen Sie vielleicht Russland beitreten, um geschützt zu werden? Nicht? Ich auch nicht. Dann bleibt immer noch nur eine dritte Möglichkeit. Wir werden uns selber schützen“, sagte Lukaschenko.

    Vorher hatte der Präsident dieses Thema schon in die Öffentlichkeit gebracht. Er schlug vor, die Studenten während der Ferien zum Wehrdienst einzuziehen, damit sie „richtige Männer“ werden, so die weißrussischen Nachrichtenagentur „Belta“.

    mg

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    Tags:
    Verteidigung, Russland, NATO, Heimat, Weißrussland, Alexander Lukaschenko