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    Russlands Präsident Wladimir Putin auf dem internationalen Forum „Entwicklung des Parlamentarismus“ in Moskau, 03. Juli 2019

    „Übergang zur multipolaren Weltordnung offensichtlich“ – Putin

    © Sputnik / Sergej Guneew
    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch am Rande des in Moskau stattfindenden internationalen Forums „Entwicklung des Parlamentarismus“ seine Sichtweise auf eine zukünftige Ausrichtung der politischen Weltordnung kundgetan.

    Demnach ist Putin der festen Überzeugung, dass der Übergang der politischen Weltordnung zur Multipolarität offensichtlich geworden sei. Allerdings wollen einige Länder diese „neue Realität“ offenbar nicht hinnehmen, was zu einer Zunahme der Konfrontation in der Welt führe.

    So wird aufgrund dieses Umstandes laut dem russischen Staatschef das Völkerrecht wiederholt ignoriert und die strategische Stabilität in den internationalen Beziehungen untergraben. Zudem behindere dies die Kooperation zwischen den Staaten.

    „Die moderne Welt braucht dringend eine solch breite Zusammenarbeit, einen offenen und freien Meinungsaustausch, eine verstärkte Vertrauensbildung und die Suche nach gegenseitigem Verständnis“, stellte Putin fest.

    Er fügte hinzu, dass die globale Agenda nicht nur viele große Herausforderungen, sondern auch echte Bedrohungen beinhalte, wobei die Antworten darauf nur dann wirksam sein würden,  wenn sich die gesamte internationale Gemeinschaft dieser Bedrohungen bewusst sei.

    Die Frage nach einer neuen globalen Ordnung sowie nach dem Übergang zu einer multipolaren Weltordnung ist in Fachkreisen seit geraumer Zeit ein heiß diskutiertes Thema.

    Expertenmeinungen würden hierbei auch weit auseinander driften: Neben der Bi- und Multipolarität sei auch die unipolare politische Weltordnung unter Führung Washingtons weiterhin eine Option für die Zukunft.  

    Auf der politischen Weltbühne vertreten aktuell Russland und diverse andere Staaten die Ansicht, dass die vermeintliche Strategie der USA, die ganze Welt zum Geltungsbereich ihrer Politik zu machen, kontraproduktiv sei und letztendlich keinen Erfolg haben werde.

    Bereits zuvor hatte Putin in diesem Zusammenhang erklärt, dass das universalistische Modell der Globalisierung in eine „Parodie, eine Karikatur von sich selbst“ ausarten werde.

    Der Kreml vertritt die These (und das machte Putin mit seiner jüngsten Aussage nochmals deutlich), dass die moderne Weltordnung nicht mehr auf einem oder einer Vereinigung von zwei oder drei Staaten, auch nicht auf solch großen Ländern wie Russland, China und Indien beruhen könne.

    Gleichzeitig sei eine Zusammenarbeit dieser Länder wichtig, da ihre Interessen zu vielen Aspekten in den globalen Fragen und in den internationalen Beziehungen übereinstimmen würden.

    am/mt

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    Tags:
    multipolare Welt, Weltordnung, Russland, Russland, Wladimir Putin