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    Chinas Botschafter in Großbritannien Liu Xiaoming am 18. Februar in London

    China droht Großbritannien mit Beziehungsverschlechterung – Medien

    © AFP 2019 / JUSTIN TALLIS
    Politik
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    Großbritannien soll sich laut dem chinesischen Botschafter in London, Liu Xiaoming, nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Dies berichtet Reuters am Mittwoch.

    Der Diplomat unterstrich, dass Hongkong heute ein Gebiet von China und nicht eine britische Kolonie sei.

    Die Regierung Großbritanniens hat es vorgezogen, sich auf die falsche Seite zu stellen“, erklärte er. Nach Lius Worten habe London unangebrachte Erklärungen gemacht – sowohl zur Einmischung in Hongkongs Angelegenheiten als auch zur Unterstützung von leidenschaftlichen Rechtsbrechern.

    Der Botschafter hatte zudem die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die neue britische Regierung, deren Chef Boris Johnson werden könne, nicht in fremde Angelegenheiten hineindrängen werde.

    „Sollten sie diesem Grundsatz folgen – sehe ich keine Probleme. Doch solange diese Grundsätze verletzt werden, wird es in den Beziehungen Probleme geben“, drohte er.

    Johnson hatte am 3. Juni erklärt, dass er in allem die Einwohner von Hongkong unterstütze. Am 2. Juli hatte Großbritannien China gewarnt, dass im Fall einer Nichteinhaltung der Vereinbarungen zu Hongkong ernste Konsequenzen folgen würden. 

    Am Tag zuvor war berichtet worden, dass die Teilnehmer der Protestaktionen in Hongkong das Parlament vollständig unter ihre Kontrolle gestellt hätten. Später soll die Polizei es von ihnen befreit haben. Die Proteste begannen am 22. Jahrestag der Übergabe der Macht über Hongkong – einer ehemaligen britischen Kolonie - an China.

    Im Juni sind über eine Million Einwohner von Hongkong wegen der Pläne der Regierung, ein Auslieferungsabkommen mit China, Taiwan und Macao zu unterzeichnen, protestieren gegangen. Am 15. Juni haben die Behörden die Erörterung des Projekts vorübergehend gestoppt, und drei Tage später trat die Chefin von Hongkong, Carrie Lam, vor ihre Bürger und versicherte ihnen, dass geplant werde, nur jene auszuliefern, die an Morden und Vergewaltigungen beteiligt gewesen seien.

    Hongkong war von 1842 bis 1997 eine britische Kolonie. Aktuell gehört es zu China als eine Sonderverwaltungszone (einen ähnlichen Status besitzen Taiwan und Macao).

    ek

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    Tags:
    Reuters, Großbritannien, China, Hongkong, Liu Xiaoming