01:25 31 März 2020
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich bei seinem Besuch in China zu der Weigerung der USA geäußert, Kampfflugzeuge F-35 aus eigener Produktion an die Türkei zu liefern. Dabei verglich er die Haltung Washingtons mit Raub. Dies teilt die türkische Zeitung „Sabah“ mit.

    „Wenn Sie einen Kunden haben, der regelmäßig seine Zahlungen tätigt, wie können Sie diesem Kunden dann nicht das geben, was er will? Das nennt man Raub“, so Erdogan gegenüber Journalisten. 

    Ihm zufolge hat die Türkei den USA im Rahmen des Vertrages zur F-35-Lieferung bereits 1,4 Milliarden Dollar gezahlt.

    Zuvor teilte Jonathan Hoffman, der Sprecher des Pentagons, mit, dass der geschäftsführende Leiter der Behörde, Mark Esper, erklärt habe, die Türkei werde keine Kampfjets F-35 aus US-Produktion erhalten, wenn sie russische S-400-Flugabwehrsysteme kaufen sollte.

    Russland und die Türkei hatten im Dezember 2017 ein Kreditabkommen zur Lieferung von S-400-Komplexen unterzeichnet. Ankara kauft demnach zwei Batterien, die von türkischen Militärs bedient werden sollen. Zwei weitere Batterien sollen in der Türkei montiert werden.

    Die USA und andere Nato-Länder haben Ankara wegen des Deals mit Moskau wiederholt kritisiert. So warnte der Berater des US-Außenministers, Wess Mitchell, dass sich der Kauf von S-400-Anlagen negativ auf die Lieferung von F-35-Flugzeugen aus den USA an die Türkei auswirken könnte.

    Die türkische Seite hatte wiederholt erklärt, dass der S-400-Kauf ein abgeschlossenes Geschäft sei.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Türkei, USA, F-35