12:26 26 Januar 2020
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    Serbiens Außenminister Ivica Dačić hat das von Priština erlassene Einreiseverbot gegen alle offiziellen Personen Serbiens für die serbische autonome Region Kosovo und Metochien scharf kritisiert.

    In einem Interview für die serbische Zeitung „Večernje novosti“ sagte Dačić, das Vorgehen der Behörden in Priština sei eine Ohrfeige – nicht so sehr für Belgrad, sondern vielmehr für die Europäische Union, die  „schamlos die Augen verschließt“ vor den Verstößen gegen die Zivilisationsnormen, die der Premier des nicht anerkannten Kosovo, Ramush Haradinaj, und der Präsident des nicht anerkannten Kosovo, Hashim Thaçi, seit Jahren begehen würden.

    „Sie haben unser Volk, das im Kosovo lebt, ohne Arzneimittel und Brot gelassen und ihre wahnsinnigen Steuern abgesichert. Sie wollen mit diesem Verbot die Kosovo-Serben vom jedweden Einfluss vonseiten Belgrads noch mehr isolieren“, so Dačić. Diese Situation habe sich nicht von ungefähr gerade jetzt herausgebildet, ergänzte der serbische Minister.

    „All das wurde erst zwei Tage nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem selbsterklärten Kosovo und Albanien getan, laut dem die beiden Seiten sich faktisch verpflichten, eine gemeinsame Außenpolitik zu betreiben. Dieses Dokument festigt die Grundlage für ein ‚Großalbanien‘, das allmählich im Herzen Europas geschaffen wird, während es den serbischen Offiziellen verboten ist, sich in dem Territorium ihres eigenen Staates zu bewegen“, so Dačić.

    Die kosovo-albanischen Strukturen in Priština hatten am 17. Februar 2008 einseitig die Unabhängigkeit von Serbien verkündet. Eine Reihe von Staaten, so Serbien, Russland, China, Israel, der Iran, Spanien und Griechenland, haben die selbsterklärte Republik nicht anerkannt.

    Am vergangenen Montag haben die serbischen Unternehmer ihre Geschäftstätigkeit im Norden des Kosovo eingestellt – aus Protest gegen die im Vorjahr verhängten Einfuhrabgaben.

    ls

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    Tags:
    Albanien, EU, Hashim Thaçi, Ramush Haradinaj, Ivica Dačić, Kosovo, Serbien