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    Bau der Pipeline Nord Stream 2

    Britischer Minister sieht in Nord Stream 2 eine Gefahr

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
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    Die Gaspipeline Nord Stream 2 kann laut dem britischen Minister für Business, Energie und industrielle Strategie, Chris Skidmore, eine Bedrohung für die Energiesicherheit Europas und für die Interessen der Ukraine mit sich bringen.

    „Unsere Regierung ist wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 äußerst besorgt, und wir melden allen Partnern weiterhin unsere Besorgnis“, heißt es in der Minister-Antwort auf die Anfrage von einem Mitglied des britischen Unterhauses.

    Wie Skidmore betonte, sei die Gaspipeline „vom Standpunkt des zukünftigen Gas-Bedarfs Europas aus gesehen nicht notwendig“ und könne eine „Gefahr für die europäische Energiesicherheit und die Interessen der Ukraine bringen“, berichten die Medien.

    „Solange wir EU-Mitglieder sind, wird sich Großbritannien an europäische Sanktionspakete halten, die aktuell Nord Stream 2 nicht erfassen“, ergänzte er.

    Zuvor hatte der US-Außenminister Mike Pompeo, als er die Risiken der Realisierung des Projekts der Gaspipeline für die EU einschätzte, an Europa appelliert, eine von Russland unabhängige Energiebasis aufzubauen.

    Wie der russische Staatschef Wladimir Putin erklärte, sei Nord Stream 2 ein Projekt, das für Europa notwendig sei.

    Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer hatte die Nichtpolitisierung des rein wirtschaftlichen russisch-europäischen Projekts gefordert.  93 Prozent der deutschen Wirtschaft spreche sich laut einer jüngsten AHK-Umfrage für dieses Projekt aus, betonte der Vorstandsvorsitzende des österreichischen Mineralölkonzerns OMV, Rainer Seele, unlängst auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    „Wir fordern, dass dieses Projekt Nord Stream 2 nicht unnötig politisiert wird, denn es wird und bleibt ein wirtschaftliches Projekt. Deutschland braucht die zusätzlichen Kapazitäten über Nord Stream 2“, so Seele.

    Russland und Deutschland haben wiederholt erklärt, dass Nord Stream 2 ein rein wirtschaftliches Projekt sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies beispielsweise darauf, dass das Nord Stream 2-Projekt rein kommerziell und nicht gegen bestimmte Länder gerichtet sei. Auch der deutsche Außenminister Heiko Maas betonte diese Tatsache mehrmals. Kein Land würde von einem Abbruch des Projekts profitieren.

    Auch Moskau hat immer wieder unterstrichen, dass es sich bei Nord Stream 2 um ein rein wirtschaftliches Projekt handele, das die Energiesicherheit ganz Europas nur erhöhen werde. Das Projekt beinhalte keineswegs ein Ende der Gaslieferungen durch die Ukraine in die EU, hieß es.

    ek

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    Tags:
    Risiken, Mike Pompeo, Energiesicherheit, Gefahr, Nord Stream 2