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20:29 15 Oktober 2019
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    S-400-Raketenabwehrsysteme (Archiv)

    S-400-Konflikt: So bereitet sich Türkei auf US-Sanktionen vor – Bericht

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    Politik
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    Der Konflikt zwischen der Türkei und den USA wegen der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 schwellt weiter an. Washington hat Ankara mehrfach mit Sanktionen gedroht. Laut Medienberichten bereitet sich die türkische Regierung mittlerweile gezielt auf die Zeit vor, wenn die US-Sanktionen Realität werden.

    So hat die Türkei laut dem Blatt „The Drive“ einen Vorrat an Ersatz-Zubehörteilen für ihre Kampfjets der vierten Generation F-16 Viper aus US-amerikanischer Produktion angelegt, da sie die Verhängung von US-Sanktionen wegen des Erwerbs der russischen Flugabwehrraketensysteme S-400 „Triumph“ befürchtet.

    Derzeit geht die türkische Regierung davon aus, dass die Systeme innerhalb der nächsten Woche geliefert werden.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte in diesem Zusammenhang am Freitag, dass der Lieferplan voll eingehalten werde. Bereits in den nächsten Tagen werden die Systeme verladen.

    Das türkische Portal Haberturk geht davon aus, dass die S-400 am Sonntag auf zwei große Transportflugzeuge verladen und in der nächsten Woche in die Türkei ausgeflogen werden.

    Heiße Debatten um die S-400

    Im April hatte das deutsche Magazin „Stern“ die S-400 „Triumph“ einen „Alptraum für die Nato“ genannt.

    Zuvor im April hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass Moskau die S-400 „Triumph“ bis Juli an Ankara liefern werde.

    Die Vereinbarung über die Lieferung von vier Divisionen S-400 an Ankara war im September 2017 erzielt worden. Der Vertragspreis beläuft sich auf 2,5 Milliarden Dollar, allerdings wird die Hälfte dieser Summe durch einen russischen Kredit abgedeckt. Es wurde berichtet, dass das Aufstellen der Luftabwehrsysteme im Oktober 2019 beginnen könne.

    Käufer von S-400 „Triumph“ sind zudem China und Indien.

    Washington hatte Ankara wiederholt mit Sanktionen gedroht, sollte es die russischen S-400 kaufen.

    Zuvor teilte Jonathan Hoffman, der Sprecher des Pentagons, mit, dass der geschäftsführende Leiter der Behörde, Mark Esper, erklärt habe, die Türkei werde keine Kampfjets F-35 aus US-Produktion erhalten, wenn sie russische S-400-Flugabwehrsysteme kaufen sollte.

    ek

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Recep Tayyip Erdogan, Lieferung, Raketensystem S-400 Triumph, Kampfjet F-16, US-Sanktionen, Türkei