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    Weindegustation in Georgien (Archivbild)Georgische Flagge

    Georgien will mit Russland weiter Handel treiben – trotz Unruhen

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    Die Ministerin für Wirtschaft und stabile Entwicklung Georgiens, Natija Turnawa, hat erklärt, dass das Land nicht beabsichtige, auf den Handel mit Russland zu verzichten. Dies melden die Medien am Freitag.

    Nach Ansicht der Ministerin sei die georgische Wirtschaft hinreichend diversifiziert, allerdings lohne es sich kaum, die Handelsbeziehungen mit Russland einzustellen.

    „Der Handel mit Russland im Exportbereich beträgt 13 Prozent. Natürlich gibt es auch andere Länder, es gibt eine Wahl, aber sollen wir etwa auf diese 13 Prozent verzichten? Natürlich nicht“, sagte Turnawa.

    Die georgischen Hersteller müssten „die Wahl haben, mit einem beliebigen Land zu handeln“, wo ihre Produktion sich besser verkaufen lasse, meint die Ministerin.

    Am 21. Juni hatte Russlands Präsident Wladimir Putin einen Erlass über das Verbot für russische Fluggesellschaften verabschiedet, ab 8. Juli Flüge nach Georgien durchzuführen. Später verbreitete sich das Verbot auch auf die georgischen Flugunternehmen, die nach Russland fliegen.

    Eine solche Entscheidung wurde wegen der Protestaktionen in Tiflis getroffen. Infolge der Zusammenstöße mit der Polizei sind mehr als 200 Menschen verletzt worden. Die Unruhen wurden durch die Teilnahme der russischen Delegation an der Tagung der Interparlamentarischen Vollversammlung des orthodoxen Christentums provoziert, während der ein Abgeordneter der Staatsduma im Sessel des georgischen Parlamentsvorsitzenden Platz genommen hatte, was auf Anweisung des georgischen Gastgebers geschehen war.

    ek

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    Tags:
    Protestaktionen, Flugverbot, Handel, Russland, Georgien