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    Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat am Dienstag den Verbündeten von Donald Trump vorgeworfen, den US-Präsidenten zum Ausstieg aus dem Atomdeal mit Teheran verleitet zu haben.

    Sarif behauptete auf Twitter, dass Trumps nationaler Sicherheitsberater, John Bolton, sowie der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanjahu, bereits ein Abkommen aus dem Jahr 2005 vernichtet hätten, indem sie auf Irans völlige Einstellung der Urananreicherung bestanden hätten.

    „Jetzt haben sie Donald Trump mit derselben Wahnvorstellung dazu gebracht, den JCPOA zu vernichten“, erörterte Sarif.

    Zuvor hatte der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, verlautbart, dass die bereits gegen den Iran verhängten Sanktionen erst der Beginn der Strafmaßnahmen seien, die Washington ergreifen wolle, um Teheran von seinem Atomprogramm abzubringen.

    Die Führung in Teheran hatte am Sonntag angekündigt, Uran wieder je nach Bedarf auf fünf bis 20 Prozent anzureichern, wobei nach dem Wiener Abkommen eine Anreicherung auf maximal 3,67 Prozent zugelassen ist. Dieser Schritt kann als eine Reaktion auf das Vorgehen der USA, die seit ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen schwere Sanktionen gegen Teheran verhängt hatten, gewertet werden.

    msch/ae/rtr/sna

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    Tags:
    Benjamin Netanjahu, John Bolton, Iranisches Atomabkommen, Atomabkommen, Mohammed Dschawad Sarif, USA, Iran