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05:10 20 September 2019
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archiv)

    Merkel kritisiert anhaltende Waffenlieferungen nach Libyen

    © AP Photo / Steven Senne
    Politik
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    Kanzlerin Angela Merkel hat die Staatengemeinschaft aufgefordert, alle Waffenlieferungen nach Libyen einzustellen.

    „Durch externe Akteure gelangen ... viel zu viele Waffen nach Libyen”, sagte Merkel am Dienstag in Meseberg beim Empfang für das Diplomatische Corps. „Deshalb muss es eine Umsetzung des Waffenembargos geben, um einer weiteren Eskalation entgegenzuwirken.”

    Vorsitz im Sanktionskomitee zu Libyen

    Merkel verwies darauf, dass Deutschland als UN-Sicherheitsratsmitglied den Vorsitz im Sanktionskomitee zu Libyen innehabe.

    Man müsse dringend eine politische Lösung finden, fügte Merkel vor den in Deutschland akkreditierten Botschaftern hinzu und verwies auf den „fürchterlichen Angriff” auf ein Lager mit afrikanischen Flüchtlingen. Dabei waren nach UN-Angaben mindestens 44 Menschen getötet und mehr als 130 verwundet worden.

    Nötig sei ein „Waffenstillstand ohne Vorbedingung”, forderte die Kanzlerin mit Blick auf die Kämpfe zwischen der von den UN anerkannten libyschen Regierung in Tripolis und den Milizen des Generals Chalifa Haftar, die die Stadt hatten.

    ai/rtr

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    Tags:
    Libyen, Waffenlieferungen, Angela Merkel