SNA Radio
    Britischer Ex-Botschafter in den USA Kim Darroch (Archivbild)

    Nach Streit mit Trump: Britischer Botschafter tritt zurück

    © AP Photo / Sait Serkan Gurbuz
    Politik
    Zum Kurzlink
    121055

    Der britische Botschafter in den Vereinigten Staaten Kim Darroch ist nach Streitigkeiten mit dem US-Präsidenten Donald Trump aus dem Amt ausgeschieden. Seine per Email verbreitete Erklärung lag der Nachrichtenagentur Reuters vor.

    „Die derzeitige Situation macht es unmöglich, meine Rolle so wahrzunehmen, wie ich es möchte”, schrieb Darroch.

    Seitdem aus der britischen Botschaft offizielle Dokumente geleakt worden seien, werde viel über seine Position und verbleibende Amtszeit spekuliert, so Darroch. Diesen Mutmaßungen habe er ein Ende setzen wollen.

    Darroch bedankte sich bei allen, die ihn unterstützt hatten, sowie bei den Menschen, mit denen er während seiner Karriere als Botschafter zusammengearbeitet hatte.

    Zuvor hatten Medien durchgesickerte Auszüge aus Darrochs geheimen diplomatischen Telegrammen und Informationsschreiben zitiert, in denen er unter anderem seine Zweifel äußerte, dass die Regierung Trump „erheblich normaler wird; weniger funktionsgestört; weniger unberechenbar; weniger zerstritten; weniger diplomatisch unbeholfen und unfähig“.

    Darroch hatte demnach Trump in seinen Notizen „unfähig“ und „inkompetent“ genannt sowie die britische Regierung gewarnt, Trumps Karriere könnte „schmachvoll enden“.

    Trump schlug zurück

    Der US-Präsident kommentierte den Skandal vor Journalisten wie folgt: „Der Botschafter hat dem Vereinigten Königreich nicht gut gedient. Wir sind keine großen Fans dieses Mannes“. Später schrieb Trump auf Twitter, dass er Darroch persönlich nicht kenne, aber gehört habe, dass er ein „wichtigtuerischer Dummkopf” sei. Von dem „blöden Botschafter” sei er nicht bezaubert, denn Darroch sei ein „sehr dummer Kerl”.

    msch/ae/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Kim Darroch, Donald Trump, USA, Rücktritt, Großbritannien