15:38 17 November 2019
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    Gebäude des Außenministeriums in Moskau

    „Propaganda-Attacke“: Moskau reagiert auf Londons Akkreditierungsverweigerung für RT

    © Sputnik / Ruslan Krivobok
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat am Donnerstag die Nichtzulassung von Sputnik und RT zur Konferenz über Pressefreiheit in der britischen Hauptstadt als Propaganda-Attacke auf russische Medien bezeichnet.

    „Wir betrachten dieses Vorgehen als Propaganda-Attacke auf russische Medien“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag bei einem Pressegespräch.

    Wenn zuvor über „Desinformationskampagnen“ Großbritanniens bei solchen Episoden wie dem Skripal-Fall indirekt geurteilt werden konnte, so habe London nun „faktisch offen den Status eines Verbreiters von Falschmeldungen und Verleumdungen quittiert“, so Sacharowa.

    Ihr zufolge hat London Moskau bisher nicht erklärt, warum Sputnik und RT nicht zu der Konferenz zugelassen wurden.

    Akkreditierungsverweigerung für Sputnik und RT

    Zuvor hatten die Organisatoren der Global Conference for Media Freedom, die am 10. und 11. Juli in London stattfand, einem Sputnik-Korrespondenten die Akkreditierung verweigert. Die russische Botschaft in London bezeichnete diese Entscheidung als eine Diskriminierung durch das britische Außenministerium.

    Nach Angaben der Chefredakteurin von Sputnik und Russia Today, Margarita Simonjan, hatte das für die Zulassung der Presse zu der Veranstaltung zuständige Team bekanntgegeben, dass es keine freien Plätze mehr gebe.

    Das britische Außenamt begründete seine Ablehnung, Sputnik und RT für die Konferenz zu akkreditieren, mit deren angeblich „aktiven Rolle bei der Verbreitung von Desinformation“.

    Das Ministerium berief sich dabei auf die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom, die RT zuvor eine Verletzung der Regeln der Fernsehausstrahlung vorgeworfen hatte. Der russische Sender bestritt die Beschuldigungen.

    ns/sb/sna  

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    Tags:
    Margarita Simonjan, Maria Sacharowa, Großbritannien, Russland