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23:04 13 Oktober 2019
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    Tomahawk-Rakete startet aus MK-41-Startanlage

    „Gröbster Verstoß“: Moskau zu US-Startanlagen Mk 41 in Europa

    © Foto: Wikipedia/Mass Communication Specialist 1st Class Carmichael Yepez
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    Die Stationierung der amerikanischen Startanlagen Mk 41 in Europa ist laut dem russischen Vize-Außenminister Alexander Gruschko der gröbste Verstoß gegen den INF-Vertrag.

    „Die Startanlagen, die in Rumänien stationiert sind und die in nächster Zeit in Polen stationiert werden sollen, also die Startanlagen Mk 41 sind auch für den Start der Mittelstreckenraketen ,Tomahawkʻ vorgesehen“, erläuterte Gruschko.  Er fügte hinzu:

    „Das ist der gröbste Verstoß gegen den INF-Vertrag.“

    INF-Vertrag

    Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 von den damaligen Staatschefs der UdSSR und der USA, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, unterzeichnet worden. Darin verpflichteten sich beide Staaten, sämtliche Raketen mit mittlerer (1000 bis 5500 Kilometer) und kürzerer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite zu vernichten und keine neuen mehr zu produzieren. In den letzten Jahren warfen sich beide Staaten gegenseitig vor, diesen Vertrag zu verletzen.

    In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander regelmäßig vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Washington geht davon aus, dass Moskau die wahren Möglichkeiten des neuartigen Marschflugkörpers 9M729 für Iskander-Komplexe verheimlicht. Dem Pentagon zufolge hat die Rakete eine Flugweite von mehr als 500 Kilometern.

    Moskau weist die Anschuldigungen als aus der Luft gegriffen zurück und fordert von den USA die Untermauerung ihrer Vorwürfe mit konkreten Fakten.

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    Tags:
    Alexander Gruschko, Europa, Russland, USA