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    Migranten erstürmen das Pariser Pantheon am 12. Juli 2019

    Dutzende Migranten besetzen Pariser Pantheon – Video

    © REUTERS / CHARLES PLATIAU
    Politik
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    Zahlreiche Menschen haben laut Medienberichten am Freitagnachmittag das Pariser Pantheon besetzt. Es soll sich größtenteils um Migranten und Flüchtlinge ohne Papiere handeln. Sie fordern eine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich, angemessene Unterkünfte und verlangen ein Gespräch mit Frankreichs Premier Édouard Philippe.

    „Wir haben keine Papiere, sind ohne Stimme, ohne Gesicht für die Französische Republik“, hieß es in einer Erklärung der Gruppe, die zu dem Protest aufgerufen hatte. Die Demonstranten nennen sich „Schwarzwesten“ („Gilets Noirs“), angelehnt an die „Gelbwesten“, die seit Ende 2018 gegen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die soziale Ungerechtigkeit im Land demonstrieren. 

    ​Die Gruppe bemängelt, dass Tausende Wohnungen in Paris leer stünden, während sie selbst in Zelten an der Autobahn schlafen müssten.

    Ein Migrant vom Schiff „Sea Watch 3“ in Lampedusa am 29. Juni 2019
    © REUTERS / GUGLIELMO MANGIAPANE

    Medienberichten zufolge versammelten sich die Flüchtlinge, hauptsächlich aus Afrika, am Vormittag im Pariser Pantheon. Kurz darauf war das Innengebäude besetzt, und die Demonstranten entrollten Transparente mit ihren Forderungen.

    Polizei im Einsatz

    Die Polizei begann am Nachmittag damit, die nationale Ruhmeshalle zu räumen, wie im Fernsehen zu sehen war. 

    „Entweihung“ des Kuppelbaus

    Bei konservativen Politikern stieß die Aktion auf scharfe Kritik: Der Abgeordnete Eric Ciotti nannte das Vorgehen auf Twitter „skandalös“ und forderte die sofortige Abschiebung der mehrheitlich afrikanischen Migranten.

    ​Er warf ihnen eine „Entweihung“ des Kuppelbaus vor, in dem das Land seit der Französischen Revolution seine Nationalhelden ehrt.

     

     

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    Tags:
    Paris, Migranten, Flüchtlinge