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14:03 16 Juli 2019
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    Das Redaktionsgebäude des ukrainischen TV-Senders 112 nach der Granatenwerfer-Attacke in Kiew

    Einschüchterungsaktion: Ukrainischer TV-Sender mit Panzerfaust beschossen– Videos

    © AP Photo / Evgeniy Maloletka
    Politik
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    Das Gebäude des Fernsehsenders „112. Ukraina“ in Kiew ist am frühen Samstagmorgen von Unbekannten mit Panzerfaust beschossen worden. Das Geschehene wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Wie das Portal strana.ua berichtet, gebe es keine Verletzten. Das Gebäude sei beschädigt worden.

    Nach Angaben des Senders seien die beiden mutmaßlichen Angreifer vom Tatort geflohen. Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall, der als Terroranschlag qualifiziert wird.

    Der Sender hatte am Freitag mitgeteilt, wegen der geplanten Vorführung des Films „Im Kampf um die Ukraine“ („Revealing Ukraine“) Drohungen bekommen zu haben und unter Druck gesetzt worden zu sein. Der vom US-Regisseur Oliver Stone unter Mitwirkung des ukrainischen Dokumentalisten Igor Lopatenok gedrehte Streifen beschäftigt sich mit der Krise im Land, mit den Maidan-Ereignissen und dem Donbass-Krieg. Auch der ukrainische Generalstaatsanwalt Juri Luzenko habe dem Sender gedroht, ihn zur Verantwortung zu ziehen, sollte „112. Ukraina“ den Film zeigen, hieß es.

    Die Mitarbeiter des Senders haben die Behörden aufgerufen, sie vor der Willkür radikaler Nationalisten zu schützen, die durch ihre Gewaltaktionen versuchten, die Redaktionspolitik zu beeinflussen. Sie appellierten aus diesem Anlass an internationale Menschenrechtsorganisationen, die EU-Kommission, die PACE, den Ministerausschuss des Europarates, die EU und die Uno.

    Der Journalistenverband der Ukraine hat den Sicherheitsdienst und andere Rechtsschutzorgane aufgefordert, zu dem Beschuss zu ermitteln. In dem Appell wird darauf verwiesen, dass „die systematische Straflosigkeit bei den vorangegangenen Attacken auf Journalisten und Massenmedien neue Ausbrüche provoziert“.

    ls/mt

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    Tags:
    Juri Luzenko, Ukraine