21:42 20 Januar 2020
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    Im Streit zwischen der EU und der Türkei über Ölbohrungen vor der Küste Zyperns bemüht sich die Regierung in Ankara um einen Kompromiss. Der Anführer der türkischen Zyprer, Mustafa Akinci, hat der Regierung der griechischen Zyprer auf der zweigeteilten Insel eine Zusammenarbeit vorgeschlagen, teilte das türkische Außenministerium am Samstag mit.

    Der Vorschlag ist demnach den Vereinten Nationen präsentiert worden. Der Vorstoß kommt, nachdem die EU Sanktionen wegen des Vorgehens der Türkei vor der Küste Zyperns ins Auge gefasst hat.

    Streit über Ölbohrungen

    Die EU wertet die Bohrungen als illegal. Die Türkei hält den Norden Zyperns seit 1974 besetzt, international anerkannt ist aber nur die Regierung der griechischen Zyprer in Nikosia. Die EU und ihr Mitgliedsstaat Zypern betrachten ein Gebiet von bis zu 200 Seemeilen um die Insel, die sogenannte ausschließliche Wirtschaftszone, als ihr Einflussgebiet. Im östlichen Teil des Mittelmeers sind große Öl- und Gas-Vorkommen entdeckt worden.

    Zuvor war berichtet worden, dass die EU wegen der türkischen Erdgas-Erkundungen vor Zypern Strafmaßnahmen vorbereitet. Die Botschafter der Mitgliedstaaten einigten sich am Mittwoch darauf, konkrete Planungen zu beginnen. Eventuell könnten bereits am kommenden Montag bei einem EU-Außenministertreffen Strafmaßnahmen beschlossen werden, hieß es.

    ai/rtr

     

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    Tags:
    Streit, Öl, Zypern, Türkei